DSC01686Ich gestehe, dass ich noch nie auf der Frankfurter Buchmesse war. Zu meiner Ehrenrettung vielleicht – ich bin jedes Jahr auf der Leipziger. Ich hatte mir sagen lassen, dass es da gemütlicher ist. Ist es das? Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Die meiste Zeit verbrachte ich nämlich in der Selfpublisherarea, die die Messe dieses Jahr erstmals eingerichtet hatte. Und da war es wirklich nett. Das war der Treffpunkt für Kollegen, Blogger und zukünftige Autoren. Auf dem Podium gab es ununterbrochen Vorträge und Diskussionsrunden zu dem Thema, dass uns alle bewegt – Wie steht es um die Zukunft des Buches? Rückblickend würde ich sagen – nicht so schlecht, wie es uns Journalisten manchmal weismachen wollen. Aber das ist wohl nichts Neues, denn wenn wir uns vorstellen, in der Presse stände: E-Books sind super, Buchhändler lieben E-Books und freuen sich, dass wieder mehr gelesen wird und überhaupt Verlage sind froh, dass frische neue Autoren endlich auch ein Plattform bekommen und sich den Lesern stellen können, dann würden wir das auch merkwürdig finden. Aufreger sind doch viel spannender. Und was waren die Aufreger: Es gibt tatsächlich immer noch Verleger, die öffentlich sagen – Selfpublisher schreiben nur Müll (darüber lächeln wir allerdings nur noch müde), es gibt Menschen, die behaupten, wer nur bei Amazon verlegt, dem entgeht 85 % des Buchhandels ( noch müder) und egal um welches Thema es auch ging Amazon war immer mit auf der Bühne und meistens als Staatsfeind Nummer 1. Ich persönlich hätte es ja gut gefunden, wenn diese Schlauberger sich mal an die Nase fassen würden und über Veränderung in den eigenen Reihen nachdenken würden, aber dass ist natürlich immer am Schwersten. Und damit meine ich jetzt nicht, dass Verlage jeden Selfpublisher mit offenen Armen an die Brust reißen sollen. DSC_0058

Ich schweife ab 🙂 und dabei muss ich ganz dringend an Band 2 der BookLessSaga weiterarbeiten. Also noch ganz kurz: Es war toll, dass ich so viele interessierte Zuhörer bei meinem Interview mit Create Space hatte. Es war toll, dass ich zu der Genußlesung meiner drei Kolleginnen Katrin Koppold, Susanna Ernst und Ivonne Keller gehen konnte. Es war toll, dass Amazon unser Meet & Greet „Sieben auf einen Streich“ so unkompliziert und kurzfristig mit Büchern, Sekt und Catering unterstützt hat. Und am tollsten war natürlich, dass so viele von Euch gekommen sind, um an unserer Veranstaltung teilzunehmen. Wann hat man schon die Gelegenheit so entspannt mit seinen Lesern zu plaudern. Das schreit praktisch nach einer Wiederholung. Allerdings ist das mit Wiederholungen ja so eine Sache ;-). Trotzdem freue ich mich jetzt jedenfalls schon auf Leipzig mit Euch.DSC_0059