In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass es auf meinen Blog ziemlich ruhig ist, was womöglich daran liegt, dass ich nur selten Lust habe, längere Texte außerhalb meiner Bücher zu schreiben. Selbst bei WhatsApp verlege ich mich auf Sprachnachrichten, was den ein oder anderen meiner Freunde zu der These verleitete, ich würde nur noch für Geld schreiben ;-). Es war lustiger gemeint, als es jetzt vielleicht klingt.

Während ich also darüber nachgegrübelt habe, weshalb das so ist, fiel mir auf, dass ich zwar jede Menge Social Media Accounts habe, auf denen ihr mir folgen könnt, aber ich im Grunde überall dasselbe schreibe oder teile. Ich bin ziemlich aktiv bei Facebook, mittelaktiv bei Instagram, wenig aktiv auf meinem Blog. In meiner WhatsApp-Gruppe teile ich hauptsächlich Termine und ab und zu mal eine Neuigkeit und auf Twitter und Co. teilt sich nur das ein oder andere automatisch. Über Sinn oder Unsinn dieser Nicht-Strategie ließe sich vermutlich lange streiten, genauso wie über die Frage, ob man das alles überhaupt braucht.

Ich bin der Meinung, für meine Arbeit ist es essentiell. Denn, obwohl meine Bücher mittlerweile ein schönes Zuhause bei der Oetinger Verlagsgruppe gefunden haben, sehe ich mich immer noch in erster Linie als Selfpublisherin und auch als Selbstvermarkterin – was sich jetzt leider anhört, als wollte ich euch Staubsauger oder so verkaufen. Das will ich natürlich nicht. Aber ich musst mir viele Gedanken darüber machen, wie ihr meine Bücher überhaupt in der Flut des Angebotes findet und dann auch noch lest und im besten Fall weiterempfehlt und ich glaube auch, kein Verlag kann mit noch so viel Mühe den persönlichen Kontakt Autorin/Leserin ersetzen. Manchmal beneide ich die Autoren von früher natürlich, denen diese Arbeit von ihren Verlagen abgenommen wurde. Aber wirklich nur manchmal. An den meisten Tagen liebe ich den direkten Austausch sehr und ich möchte ihn auch nicht missen. Aber ich will euch natürlich auch nicht langweilen, deshalb habe ich mir jetzt ein Konzept überlegt. Angestoßen hat diese Überlegungen, das will ich nicht verschweigen, übrigens von meine Kollegin Mona Kasten, deren Bücher ich sehr, sehr mag und die ich jedem von euch nur ans Herz legen kann.

Also lange Rede kurzer Sinn – was will ich zukünftig ändern? Hier auf meinem Blog möchte ich hauptsächlich Artikel schreiben, die auch etwas mit dem Schreiben zu tun haben – im engeren und im weiteren Sinne. Das kann alles sein, was den Buchmarkt betrifft. So will ich zum Beispiel schon seit Jahren nach der Leipziger Buchmesse einen Artikel darüber verfassen, weshalb es eine riesige Buchhändlerlounge gibt – abgetrennt und bewacht mit toller Cafeteria, eine Bloggerlounge – immerhin noch bewacht und abgeschirmt und dann eine winzige Autorenlounge, die für jeden Besucher zugänglich und in keinem Fall ein Rückzugsbereich ist. Nun liegt es nicht im Interesse von uns Autoren uns zu verstecken aber nett wäre es ab und zu schon. Vielleicht mache ich im nächsten Jahr endlich mal Fotos, damit ihr wisst, was ich meine. Ich möchte euch aber auch gern mehr an meinem Schreibprozess teilhaben lassen – an den Phasen des Glücks und der Verzweiflung.

Sicherlich werdet ihr mir auf FB weiterhin am meisten begegnen, einfach weil es so leicht ist, dort mal zwischendurch ein paar Zeilen zu schreiben, dort geht es auch von meiner Seite etwas privater inklusive Katzen- und Gartenbilder zu :-). Und auf Instagram möchte ich hauptsächlich Buchempfehlungen posten und über meine Recherchearbeit schreiben, weil es dort ja hauptsächlich um schöne, geschmackvolle Bilder geht, was mehr Arbeit ist, als ihr vielleicht glaubt. Immerhin muss ich dafür auf dem Fußboden herumrobben um alles zu arrangieren und habe ein kleines Vermögen bei Depot und Nanu Nana ausgegeben – für die Deko und so ein Zeug. Trotzdem übe ich noch, aber immerhin mit tatkräftiger Unterstützung meiner elfjährigen Tochter, die gefühlt jeden Filter kennt.

Soweit das Konzept – ob ich das auch so stringent umsetze, bleibt mal dahingestellt aber es ist wenigstens ein Plan. Das war hier mein erster Artikel zum Thema Vermarktung ;-), falls es jemandem entgangen ist. Ihr dürft mir übrigens gern in den Kommentaren Themen vorschlagen, die euch interessieren und ich gucke, ob mir etwas dazu einfällt. Ich werde hier ein- oder maximal zweimal im Monat etwas von mir geben.

Jetzt mache ich ich aber wieder an mein „Buch der Engel“. Schließlich soll es Mitte August erscheinen. Mein Verlagsherbstprojekt „TausendMalSchon“ ist gerade im Lektorat – also auch da bin ich im Lauf.Falls ihr das Cover noch nicht kennt, enthülle ich es hier mal feierlich. Dass HC ist sogar schon vorbestellbar. Ich wünsche euch eine schöne, kurze Restwoche.