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Es ist (fast) geschafft

Federleicht_72dpi_RGBNun ist es bald soweit. Ihr müsst nur noch bis zum 15.12.2014 warten und dann erblickt der erste Teil meiner ElfenSaga das Licht der Welt. Ich bin ziemlich aufgeregt, wie euch die Geschichte von Eliza, Cassian, Sky und Frazer gefallen wird. Die FederLeichtSaga ist so etwas wie eine inoffizielle Fortsetzung der MondLichtSaga. Das heißt, dass ihr außer den neuen Protagonisten auch einige alte Bekannte wiedertreffen werdet. Aber es ist kein Problem, wenn Ihr die MondLichtSaga nicht kennt – das Vorwissen braucht man nämlich nicht.
Der vierte Teil der MondLichtSaga, der im Sommer 2015 erscheint, wird die beiden Geschichten so verknüpfen, dass man rein theoretisch alles hintereinander weg lesen kann, wenn man denn will. Ich bin gespannt, ob mir dieser große Bogen gelingt. Natürlich dürft ihr jetzt mit FederLeicht nicht bis zum Sommer warten – dann bin ich nämlich deprimiert ;-). Damit ihr schon mal ein bisschen mehr erfahrt, kommt hier der Klappentext für FederLeicht. Wie fallender Schnee.

„Eliza, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, hat meine Großmutter mir mal erklärt. Damals habe ich nicht verstanden, was sie damit meinte, und heute war ich immer noch nicht schlauer. Denn jetzt stecke ich mittendrin in einem Anfang – aber von zauberhaft kann keine Rede sein.
Ausgerechnet ich soll eine magische Schneekugel für die Elfen zurückholen. Wenn sie wenigsten nett wären – diese Elfen. Aber nein – sie sind eingebildet, arrogant und bockig (einer jedenfalls).
Im Grunde kann das alles nur ein schlechter Scherz sein. Ich bin bestimmt die Letzte, die sich mutig in ein Abenteuer stürzt. Denn die erlebe ich maximal mit einer Tüte Chips und meiner besten Freundin Sky vor dem Fernseher.
Wäre ich bloß nicht in den Wald gegangen und durch das blöde Portal gestolpert. Dann wäre die Geschichte, die meine Welt völlig auf den Kopf stellte, vermutlich nie passiert.

Aber das ist nicht mehr zu ändern und so leicht lasse ich mich nicht unterkriegen – schon gar nicht von einem Elf.

Mein bockiger Elf

Cassian
Eigentlich beschreibe ich meine Protagonisten ja nie bis ins kleinste Detail – schließlich möchte ich ein paar Dinge auch noch Eurer Fantasie überlassen. Aber für Cassian, meinen bockigen Elf brauchte es eine Vorlage. Und damit auch ihr wisst, wie ich ihn mir vorstelle, poste ich heute mal eine Ansicht. Leider kann ich ja nicht selbst zeichnen und würde es sicher auch niemals so schön hinkriegen, aber falls in einem von Euch solche Talente schlummern, dürft ihr mir gern ein Bild zeichnen. Übrigens wird auch Raven wieder eine Rolle spielen. Ihr wisst schon, die Elfe, die mit Emma und Amia schon in der MondLichtSaga befreundet war. Schließlich spielt der erste Teil der FederLeichtSaga in Leylin der Stadt der Elfen – nur leider ist da gerade nichts mehr, wie es war und Eliza muss versuchen, alles wieder in Ordnung zu bringen – sie hat zwar keinen Schimmer, wie sie das anstellen soll und Cassian ist ihr da auch keine Riesenhilfe, weil er nämlich Menschen aus Prinzip nicht leiden kann und Eliza schon gleich gar nicht. Aber davon lässt sie sich natürlich nicht aus dem Konzept bringen, sie ist viel zu neugierig, was da so abgeht – bei den den Elfen.

Ein Buch ist ein Baum

Das sage ich jetzt nicht nur, weil ein Buch normalerweise aus Papier besteht, sondern weil ein Buch wie ein Baum wächst. Jedenfalls ist das bei mir so. Ich bin ein ziemlich ungeduldiger Mensch, deshalb habe ich für so Sachen wie Plotentwicklung und Charakterstudien keine Geduld. Ich stecke ein Samenkorn in die Erde und gieße es fleißig, manchmal hacke ich ein bisschen die Erde drum herum auf. Jeden Tag ein bisschen und dann fängt mein Buchbaum an zu wachsen – und das bedeutet für mich, das ich schreibe und schreibe und schreibe. Die Gedanken sprießen in meinem Kopf und ich versinke in einem Wust von Zettel und Notizen, von denen ich hoffe, dass ich sie im richtigen Augenblick wiederfinde. Wenn ich ein paar Kapitel geschrieben habe, fange ich wieder von vorne an – rupfe das Unkraut um meinen kleinen Stängel raus, damit er genug Luft zum Atmen hat. Ich poliere jedes Blättchen, dass sprießt und so wird aus der Idee langsam eine Geschichte.Innenvignette_2 Je größer mein Baum wird, umso mehr Pflege braucht er natürlich. Damit er gerade wächst sind ständige Verbesserungen nötig. Da wird ein Ast hoch gebunden und da einer abgeschnitten. Ungeziefer wird mit Brennessellauge bekämpft und besonders schöne Blätter mit Blattgrün bespritzt. Irgendwann ist mein Baum so groß, dass ich nicht mehr an jedes Blatt drankomme – und genau dann kommt die Geschichte in die Pubertät. Sie wird störrisch, bockt und ziert sich. Meistens reicht gutes Zureden und mal in Ruhe lassen. Manchmal muss man zu härteren Maßnahmen greifen und engere Grenzen setzen, damit der Baum gerade bleibt, schließlich soll er nicht aus der Reihe tanzen. Trotzdem muss man jeder Geschichte auch ein bisschen Freiraum lassen. Es ist nicht schlimm, wenn mal ein Ast zu lang ist oder ein Blatt die Flügel hängen lässt. Jeder Baum und jede Geschichte sind auf ihre Art einzigartig und das muss man zulassen. Nicht auszudenken, wenn jeder Baum aussähe, wie sein Nachbar. Schließlich machen erst ganz viele Grüntöne die Welt bunt. FederLeicht ist gerade in der Pubertät, aber damit habe ich Erfahrung – es ist ein Kampf, aber kein aussichtsloser und ein Ende ist schon in Sicht. Ich denke, ich kann mit gutem Gewissen jetzt schon verkünden, dass der erste Teil der Saga am 15.12.14 erscheint – also pünktlich zu Weihnachten.

Was als nächstes kommt

Einige von Euch haben ja schon mitbekommen, dass das nächste Projekt, an dem ich schreibe den wunderschönen Titel „FederLeichtSaga“ trägt. Diese Saga knüpft an die MondLichtSaga an und soll vorraussichtlich in sieben Teilen erscheinen (wenn mir nicht die Puste vorher ausgeht). Allerdings muss man die MondLichtSaga dafür nicht zwangsweise gelesen haben. Bei vorablesen.de könnt ihr schon mal in eine Leseprobe hineinschnuppern und Euch die Cover anschauen, die für dieses Projekt in die engere Wahl gekommen sind. Ich freue mich über jeden, der sein Feedback für mich hinterlässt.
Im Sommer 2015 erscheint dann wie versprochen Teil 4 der MondLichtSaga. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob ich damit Eure Erwartungen erfüllen kann und ehrlich gesagt ist mir jetzt schon ein wenig mulmig zumute. Aber wie gesagt, ich habe es versprochen und jetzt mache ich keinen Rückzieher :-). So viel kann ich schon verraten, es wird nicht leichter für Emma. Cover MSN Ich übernehme allerdings keinerlei Verantwortung dafür, was passiert, denn die Idee ist einfach so vorbeigekommen und obwohl ich mir fest vorgenommen habe, keinen vierten Teil zu schreiben – muss ich es jetzt doch tun. Ich gebe mir auch ganz viel Mühe. Aber mit letzten Teilen ist das immer so eine Sache.
Wer mich übrigens mal persönlich kennenlernen möchte, der kann dies gern auf der Frankfurter Buchmesse tun. Am Samstagabend gibt es ein großes Meet & Greet zum Messeausklang mit Sekt oder Glühwein (das kommt ganz auf das Wetter an). Ich habe einige tolle Sachen für Euch im Gepäck und freue mich über jeden, der zum Signieren, Plaudern oder Anstoßen kommt.
Ich schätze, dass waren erstmal genug neue Infos – arbeitet alle fleißig und ich hoffe bei Euch scheint die Sonne. Hier kommt sie gerade hinter den Wolken hervor und ich muss jetzt mit FederLeicht weitermachen, schließlich soll das Buch pünktlich zu Weihnachten erscheinen.

Keine Sinnfrage

Die ganze Welt kippt sich eiskaltes Wasser über den Kopf und sammelt damit 80 Mio. für eine Krankheit ein, von der weltweit 300.000 Menschen betroffen sind. Ich finde das super. Mein Kind war inspiriert. Sie und ihre Freundin haben sich Weihnachtsmannmützen aufgesetzt und sind losgestiefelt um in der Nachbarschaft Spenden zu sammeln.
20140826_160116Ganze 13,61 € kamen zusammen – ein bisschen wenig, wenn man bedenkt, dass Unterernährung jährlich zum Tod von 2,6 Millionen Kindern unter fünf Jahren beiträgt – das sind 45 Prozent aller Sterbefälle von Kindern weltweit. Ich würde mich freuen, wenn die ALS-Stiftung, dass Geld, dass sie nicht dringend benötigt, weitergeben würden. Immerhin reichen laut Save the children schon die 13,61 € für ganze 32 Päckchen Aufbaunahrung.

Könnte es sein, dass die Welt sich dreht?

Zeitsprung:
Ich bin in der DDR aufgewachsen. In Ermangelung der zahlreichen technischen Gerätschaften von heute, verbrachte ich meine Zeit mit damit zu lesen. Ich ging in die Bibliothek oder in eine der zahlreichen Buchläden in meiner Heimatstadt. Bücher waren spottbillig, politisch korrekt und tja wen wundert es selektiert, von Lektoren, Verlagen und wahrscheinlich der Partei. Mich hat das damals nicht interessiert (ich wusste es nämlich gar nicht) – sondern ich las, was das Zeug hielt. Vielleicht erinnert der ein oder andere von Euch sich an „Das Puppenheim in Pinnow“ – das war damals ein echter Reißer, der sogar mit Walter Plathe in der Hauptrolle verfilmt wurde. Sein nackter Hintern, als er im Lehrlingswohnheim beim … erwischt wurde, verfolgt mich heute noch ;-).Puppenheim

Dann die Wende:
Große bunte Welt der sozialen Marktwirtschaft mit den bunten inhabergeführten Buchläden der Nachwendezeit. Massenhaft Bücher – deutlich teurer natürlich. Auch politisch korrekt – wenn auch das Erscheinen eines Buches nicht mehr abhängig war, vom Willen der Parteigenossen, doch aber immer noch von Verlagen, Lektoren – nun auch vom Willen der Buchhändler – eine ganze Zunft, die darüber bestimmt, welches Buch zu gefallen hat – oder besser: welches sich am Besten verkauft und ordentlich Geld in die Kassen aller Beteiligten spült (Den Autor lasse ich hier mal außen vor ;-).

Zeiten ändern sich:
Plötzlich gab es große Buchhandelsketten, die ihre Leser mit Cappuccino, allerlei Tand und großen Bestsellertischen dazu verlockten, Bücher zu kaufen. Schaut man auf eben diese Tische, sehen alle Bücher irgendwie gleich aus – ob Thriller, Romance oder Love/Landscape – egal welcher Autor – die Bücher ähneln sich, das es fast schon gruselig ist. Wer entscheidet, was da liegt immer noch natürlich ihr wisst schon.

Und nun schlägt in diese große heile Welt plötzlich ein Meteor ein – könnte man meinen – dabei hat Meteor Amazon sich nicht gerade angeschlichen, sondern agiert schon seit Jahren fröhlich am Markt. Was also hat sich verändert? Klar – die Einführung des E-Books. Plötzlich sind Bücher überall und jederzeit erhältlich. Wer wollte das schon? Bestimmt nicht die Lektoren, Verlage oder Buchhändler. Trotzdem hat Amazon ein weltweites Vertriebssystem und das perfekte Gerät dafür entwickelt und bezahlt. Nun gilt es dagegen auf die Barrikaden zu gehen – mit wahren und wenn das nicht hilft, mit unwahren Behauptungen. Findet sich doch sowieso keiner mehr durch im Gewirr der Anschuldigungen. Ich hab’s versucht, möchte damit aber wirklich niemanden langweilen. Allerdings ist ein Auseinanderdividieren der Interessen durchaus spannend. Da selektiert Libri Bücher ungeliebter Verlage einfach aus, damit der Buchhandel bloß nicht auf die Idee kommt, diese Bücher zu bestellen. Verlage und Lektoren bestimmen noch wie anno knips, was verlegt und gelesen werden soll und große Medienkonzerne benutzen ihre Zeitungen für Hexenjagden und, und, und.

Um einem Argument gleich vorzubeugen – ich bin nicht vorbehaltlos für Entwicklungen, die Amazon bisher nur vormacht. Tief in meinem Herzen bin ich nämlich immer noch links. Allerdings bin ich auch demokratisch und meinetwegen liberal. Ich bin dafür, dass jeder Autor schreiben kann was er möchte und die Möglichkeit bekommt, seine Werke zu veröffentlichen. Amazon hat den Autoren, die sich trauen diesen Weg allein zu gehen dazu eine Möglichkeit geboten. Und nun können Leser Bücher kaufen, die nicht ausgesucht sind. Bücher, die vielleicht trotzdem gemocht werden. Bücher, die auch gern im Buchhandel gelegen hätten, aber keine Chance bekommen haben.
Ich bin froh darüber und wünsche mir trotzdem manchmal, dass die Welt kurz stehenbleibt und sich ausruht – allerdings wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben (denken darf man das trotzdem).

Es ist da

IMG_5590Ich will Euch gar nicht lange aufhalten, schließlich ist Sonntagvormittag und da sitzt ihr bestimmt mit Euren Familien am Frühstückstisch ;-). Aber für alle, die noch schön im Bett liegen und sich fragen, ob man den Tag nicht lesend  verbringen könnte hier die gute Nachricht. BookLess. Ewiglich unvergessen ist heute Nacht pünktlich an den Start gegangen. Hier ist der Link zu Amazon und hier ein Link zu buch.de, für diejenigen, die ein Epub-Format brauchen. Ich habe jetzt nicht jeden Shop kontrolliert, hoffe aber, dass es auch in allen anderen geklappt hat oder heute noch klappt. Das Taschenbuch ist noch nicht freigeschaltet, aber der Tag ist ja noch lang. Sobald ich dem Link habe, stelle ich das hier nochmal ein und dann habt ihr das Buch schwarz auf weiß spätestens am Dienstag. Also ich wünsche Euch einen tollen Lesesonntag mit Lucy und Nathan. Ich verabschiede mich nun von den beiden mit einem lachenden und einem weinenden Augen – sie haben es mir oft nicht leicht gemacht. Ich hoffe, dass Euch auch der dritte und letzte Teil so gut gefallen wird, wie seine Vorgänger und sage ein ganz großes DANKESCHÖN, dass Ihr mir über die ganze Zeit die Treue gehalten und mir oft mit Rat und Tat zur Seite gestanden habt – und jetzt ab in den Lesesessel – oder wohin auch immer.

Neues von der BookLessFront

Es ist fast geschafft :-). Ich kann es selbst kaum glauben, dass ich in den letzten anderthalb Jahren über 900 Seiten für meine BookLessSaga zu Papier gebracht habe. Als ich das erste Mal über Lucy und Nathan nachgedacht habe, hatte ich nur eine einzige winzige Idee. Aber so ist das vielleicht immer. Ein Buch ist ein bisschen wie eine Blume, wenn man es fleißig gießt, dann wächst es und entfaltet sich. Nun hat sich BookLess komplett geöffnet und ich hoffe natürlich, dass es wirklich lange blüht und ganz ganz viele LeserInnen bezaubert. Ich habe mir jedenfalls große Mühe gegeben. Aber nicht nur ich. Carolin hat wieder ein wirklich schönes Cover erstellt und dem Buch eine wundervolle HülleBildschirmfoto 2014-04-03 um 13.12.20 72 dpi gegeben. Damit ihr schon einmal wisst, worum es geht, hier außerdem der Klappentext für euch:

„Ich hatte keine Wahl.“    

 „Die hat man immer“, widersprach sie.    

„Nicht, wenn es darum geht, das Richtige zu tun.“

 Nach den tragischen Ereignissen in Edinburg fällt Lucy in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Ein tödliches Gift breitet sich in ihrem Körper aus und verdunkelt ihren Geist. Sie kämpft um ihr Leben und nichts und niemand scheint das Undenkbare aufhalten zu können. Schweren Herzens trifft Nathan eine Entscheidung, von der er weiß, dass er sie für immer bereuen wird …

Und dann gibt es seit gestern exklusiv bei i-Tunes eine Leseprobe für das Buch. Da könnt ihr schon mal reinschnuppern und euch anwärmen und wer jetzt Teil I und II immer noch nicht gelesen hat, sollte in den nächsten Tagen starten, damit Teil III dann direkt anschließen kann.

So jetzt mache ich noch die letzten Korrekturen und dann noch formatieren und, und, und.

Euch wünsche ich einen schönen Tag und viel Spaß mit der Leseprobe.

Rezept zum „Bücher machen“

Nachdem ich beim letzten Mal ein bisschen darüber geschrieben habe, wie sich ein Buch am besten schreibt, möchte ich heute ein bisschen darüber erzählen, was ein Buch zum Buch macht – und zwar zu einem Buch, dass auch gelesen wird. Denn darum geht es uns doch, wenn wir ehrlich sind. Wir wollen, dass unsere Bücher gelesen werden. Ich habe viele Kollegen, die sagen, sie schreiben in erster Linie für sich, aber so richtig mag ich das nicht glauben.
Die meisten Menschen, die ich treffe und denen ich erzähle, dass ich Bücher schreibe, stellen sich das ungefähr so vor (siehe Bild).shutterstock_124929833 (1)

Ich habe keine Ahnung, woher die Vorstellung kommt, dass Bücherschreiben kein „richtiger“ Job ist. Erst, wenn jemand nach meinen Verkäufen fragt und ich diese verraten, werde ich als wirklich arbeitende Person wahrgenommen. Das ist übrigens nur in Deutschland so. Hier in Schottland finden die Leute es ganz toll, dass ich ein „writer“ bin und sind immer unheimlich interessiert. Aber das ist ein anderes Thema.

Was hat also meine Bücher zu Büchern gemacht? Meine Antwort darauf: harte Arbeit. Es genügt nicht, ein Buch zu schreiben. Ihr müsst daran glauben (und damit meine ich nicht, glauben, dass ihr das beste Buch der Welt geschrieben habt). Mit Glauben meine ich: ihr müsst Zeit und Geld in euer Buch investieren. Zeit, indem ihr es immer und immer wieder überarbeitet. Zeit, die ihr in Blogs, Foren und sozialen Medien verbringt. Und wenn ihr wirklich an euer Buch glaubt, dann müsst ihr hierfür auch Geld in die Hand nehmen und in Vorableistung gehen. Schließlich möchtet ihr auch, dass eure potentiellen Leser für euer Werk bezahlen und da ist es nur fair, dass sie ein ordentliches Werk bekommen.
Die Bewertung zu dem, was ihr geschrieben habt, ist zum Schluss Geschmacksache der Leser, aber sie können ein ordentliches Cover erwarten und zumindest ein Korrektorat. Ein Lektorat wäre natürlich noch besser und wenn ihr ein bisschen sucht, dann findet ihr sicher auch einen passenden Lektor. Die Leser können erwarten, dass das E-Book und das Taschenbuch ordentlich gesetzt sind und eben wie ein professionelles Buch daherkommen. Denn eine Profession (ein Beruf) ist es allemal – das Bücherschreiben und eben nicht nur Berufung.
Wenn es dann endlich da ist, dass Buch, und bei amazon erhältlich, dann hört die Arbeit nicht auf. Im Grunde fängt sie dann erst an. Es kennt nämlich niemand euer Buch und das sich das ändert, ist Teil eurer Arbeit. Das Dumme daran ist, niemand garantiert euch den Erfolg, so sehr ihr vielleicht auch strampelt. Aber auch das ist Teil des Spiels. Nur wer sich richtig reinkniet, wird zum Schluss vielleicht Erfolg haben. Darüber solltet ihr euch im Klaren sein, wenn ihr ein Buch veröffentlicht, denn in der Regel sind Bücherwürmer und Bücherschreiber recht introvertierte Menschen, die sich schwer damit tun, auf ihre Leser zu zugehen und im schlimmsten Fall Kritik einzustecken. In dem Fall ist es vielleicht doch besser, dass Buch nur für sich selbst zu schreiben ;-).

Auf meiner To-do-Liste (nur als kleiner Vorgeschmack für heute) steht jedenfalls Folgendes: Facebooknachrichten beantworten, Buchhaltung 4. Quartal 2013, Blog überarbeiten besonders englische Seite und neuen Blogartikel schreiben, Goodreads Freundschaftsanfragen checken und Reziexemplare verschicken, Anwalt wegen koreanischem Vertrag kontaktieren, BookLess ist zurück aus dem Lektorat und muss bis zum 30.04 überarbeitet sein, Verlosung zum Welttag des Buches vorbereiten, Giveaway-Aktion prüfen und Mail an die über 2000 Teilnehmer versenden, Coverdesignerin für Sammelausgabe anschreiben, Gedicht und Zitate (24 insgesamt) für BookLess III finden, Steuerformular für USA ausfüllen … Nebenbei steht natürlich noch aufräumen, Wäsche waschen und Mittagessen kochen auf dem Plan. Man gut, dass ich an meinem Küchentisch arbeite und das mal zwischendurch einschieben kann …

Deswegen sieht so ein Autorenleben nämlich ganz oft auch so aus: shutterstock_171424742
Das alles soll natürlich nur eine nett gemeinte Warnung an die von euch sein, die es auch mal gern versuchen wollen. Habe ich noch etwas vergessen? Ach ja: ES IST DER TOLLSTE JOB DER WELT, DEN ICH DEN REST MEINES LEBENS NICHT MEHR AN DEN NAGEL HÄNGEN WERDE.