Schlagwort-Archive: Amazon

Konfetti – Klappe die Zweite

Ich habe seit um sechs Uhr wirklich versucht, auf alle Kommentare zu antworten, aber das gestaltet sich etwas schwierig, weil ich mich auch zu oft wiederhole, deshalb noch mal ein Artikel zu meiner gestrigen Ausführung.

Mir war natürlich klar, wie kontrovers das Thema diskutiert werden würde und genau das wollte ich auch erreichen. Die Mail der Buchhändlerin war nämlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich bin nun seit zwei Jahren in der Buchhandelsszene unterwegs und bilde mir ein, keinen Durchblick, aber immerhin einen Eindruck zu haben, wie die Branche tickt. Und gerade läuft die Uhr nicht sonderlich rund, worunter wir alle zu leiden haben: Autoren, Buchhandel, Verlage und deren Mitarbeiter, Agenturen und ja, auch die Leser. Und genau auf diesen Aspekt wollte ich gern aufmerksam machen. Natürlich weiß ich auch, wie viele engagierte BuchhändlerInnen dort draußen unermüdlich daran arbeiten um Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen das Lesen wieder schmackhaft zu machen und darüber bin ich, zuerst als leidenschaftliche Leserin dankbar.

Ich bedanke mich hier auch ausdrücklich bei meinen Lesern und Kollegen, die meinen Artikel begrüßt haben. Das bedeutet mir sehr viel, denn es zeigt, dass ich mit meinen Überlegungen nicht allein dastehe. Denn leider gehört zu meinem Eindruck auch, dass es sehr viele AutorInnen gibt, die Angst haben, etwas zu sagen oder gar zu fordern, weil sie dann eben keine Verträge mehr bekommen oder nicht mehr in den Regalen der Buchhandlungen stehen, ein Schicksal, dass mir jetzt wahrscheinlich blüht ;-). Aber Leute – die AutorInnen sind die, die euer Geschäft erst möglich machen. Ohne uns, die die Geschichten erzählen, gäbe es den Rest der Branche gar nicht. Also finde ich es nicht zu vermessen, zu erwarten, sich mal mit uns auszutauschen.

Um es noch mal deutlich zu machen. Es handelte sich bei dem von mir geposteten Link um ein E-Book. Ein E-Book, dessen Rechte bei mir liegen, selbst wenn ich also gewollt hätte, hätte ich keinen Link zum Verlag posten können. Aber darum ging es mir gar nicht. Ich wollte nur mal laut darüber nachdenken, was wir alle zusammen anders machen können und deshalb müssen jetzt nicht unzählige Selfpublishingtitel in den Regalen landen.
Aber wir können uns nicht vor lauter Angst wegducken und einfach alles so lassen, wie es immer war. Ich habe auch Angst, das ist heute wohl ganz normal. Auch ich weiß nicht, wie meine Zukunft als Autorin aussieht und deshalb muss ich, wie jeder andere versuchen, mit den veränderten Bedingungen zurechtzukommen. Ich will ja auch nicht sagen, dass früher alles doof und heute alles besser für die Autoren ist, weil es Amazon gibt. So ist es ganz und gar nicht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Amazon die Autoren irgendwie weiter knebelt.

Aber vielleicht noch ein Gedanke: Früher war es den Lesern unmöglich oder recht schwierig, mit ihren Lieblingsautoren zu kommunizieren. Das ging im Grunde nur über Briefe. Damit wusste ein Autor gar nicht, wie seine Leser eigentlich ticken. Er musste sich auf das Feedback der Buchhändler und der Verlage verlassen. Heute stehen wir Autoren direkt mit unseren Lesern in Kontakt und dieser direkte Kontakt ist etwas, auf das es sich genauer zu schauen lohnt. Denn dieser rege Austausch bedeutet natürlich, dass Autoren sehr genau wissen, was die Leser sich wünschen, wollen und gern lesen.
Wir reden hier von einer Generation von Nichtlesern, die auf uns zurollt, eben weil sie ihr Zeit lieber mit Instagram, Netflix und Co. verbringen. Weshalb nutzen wir diese Medien dann nicht gezielter für uns? Irgendwann sind die Omas und Opas, Mütter und Väter, die heute noch Bücher kaufen ausgestorben. Je früher wir uns alle zusammen Gedanken machen, wie wir mit der Situation umgehen umso besser sind wir für diese Zukunft gerüstet.

Und ich meine jetzt nicht um mit den Worten einer der Kommentatorinnen zu sprechen, dass sie in ihren Läden nur noch „Mainstreamscheiße a la Mara Wolf“ verkaufen müssen und ich habe auch kein Geheimrezept für einen Wandel. Aber es kann nicht so bleiben, wie es schon gestern war.

PS: Ich kaufe meine Bücher übrigens sehr gern bei www.geniallokal.de. Einmal anmelden, Lieblingsbuchhandlung raussuchen und so bequem wie bei Amazon einkaufen.
Das war jetzt mein abschließendes Statement und den Schuh kann sich übrigens jeder anziehen, wenn er passt oder eben nicht.

Du musst dir schon selbst Konfetti in dein Leben pusten – Hilfe zur Selbstanalyse der deutschen Buchlandschaft

weil es nur eine Frage der Zeit war, bis mich so ein vorwurfsvoller Brief erreicht, antworte ich einmal öffentlich darauf, damit nicht noch andere Beteiligte sich die Mühe machen müssen. Zeit ist schließlich auch Geld.

Sehr geehrte Frau Woolf,
ich schreibe hier einmal als Fan der Götterfunke-Trilogie, aber auch als Frau mit einem vom Aussterben bedrohten Beruf: Buchhändlerin! Erst einmal war ich sehr begeistert von Götterfunke und empfehle es jeder Kundin, die eine schöne romantische Abenteuergeschichte sucht. Leider kommen immer weniger junge Leute in die Buchhandlung, was auch viel am Onlinehandel liegt, vor allem aber an Amazon. Daher kann ich es überhaupt nicht gutheißen, dass Sie als Autorin auch noch Werbung für Amazon machen! Ich habe soeben den Post für den letzten Teil von „Federleicht“ gesehen, auf dem Sie direkt auf Amazon als Bestellmöglichkeit hinweisen. Auch wir im Buchhandel können unseren Kunden das Buch vormerken und wenn Sie einen Link posten möchten, dann bitte doch den vom Verlag, in dem Ihr Buch erschienen ist. Ich weiß, dass Sie sicherlich über Amazon großen Absatz mit Ihren Büchern machen, aber wir Buchhändler machen Leser zu Fans. Wir sind es, die unbekannte Autoren durch Empfehlungen an Kunden bekannt machen. Wir legen Bücher ans Herz und nicht nur in den Versandkarton! Ich bitte Sie, dies einfach mehr zu berücksichtigen und sich vielleicht eher für den stationären Handel stark machen und nicht für Amazon. Oder gehen Sie etwa nicht gern in die Buchhandlung um die Ecke und stöbern stundenlang durch den Laden?

Liebe Buchhändlerin,

ich schreibe hier als Liebhaberin des geschriebenen Wortes, die durchaus das Engagement aller Beteiligten zu schätzen weiß und ich möchte auch kein Blatt vor den Mund nehmen, denn wir sind ja unter uns und Sie haben es ja auch nicht getan.
Ich kann mir vorstellen, dass es in der heutigen Zeit sehr schwierig ist, einen kleinen Buchladen am Laufen zu halten, aber das geht Schustern und Schneiderinnen nicht anders und bevor jetzt wieder der große Aufschrei kommt – Bücher sind etwas total Besonderes und nicht vergleichbar mit Schuhen und Kleidern – wende ich direkt ein, dass Schuster und Schneider das wohl anders sehen. Die haben nämlich keine Schuhpreisbindung und kein Remissionsrecht und das, obwohl wir ohne Schuhe und Klamotten nicht auf die Straße gehen können, ohne Bücher schon (obwohl ich persönlich das für einen Frevel halte). Aber es geht nicht nach mir und auch nicht nach all den anderen Buchmenschen.

Leider lesen immer weniger junge Menschen Bücher. Hhm – woran könnte das wohl liegen? An mir sicher nicht. Ich gebe mein Bestes, um Geschichten zu schreiben, die auch junge Menschen fesseln und das im Übrigen seit 2011. Zu diesem Zeitpunkt wollte kein Verlag diese Geschichten verlegen und ich bin sehr sicher, wenn ich damit an ihrer Tür geklingelt und gefragt hätte, ob sie meine Bücher verkaufen möchten, hätten Sie müde gelächelt. Infrage kam also nur Amazon, was nett war, auch wenn wir nicht über den Quatsch mit der Demokratisierung des Buchmarktes reden brauchen. Amazon ging es lediglich darum, massentauglichen Content für ihre E-Book-Reader zu produzieren, aber so funktioniert Marktwirtschaft nun mal. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst und das war nicht die deutsche Buchbranche, die das Zeug dazu gehabt hätte, weil Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt noch als eins der attraktivsten Leseländer galt. Aber man hatte es sich in seiner Kuschelecke so super bequem eingerichtet, jetzt mit 6 Millionen Lesern weniger sieht das natürlich anders aus.

Aber zurück zu mir. Eine Million verkaufte Exemplare später sah die Situation auch bei mir anders aus und ich möchte betonen, dass nicht Sie meine Leser zu Fans gemacht haben, sondern ich ganz alleine und zwar mit harter Arbeit. Und ich kann sagen, dass ich ganz, ganz tolle und treue LeserInnen habe. Aber ich habe diese zu Fans und Bücherwürmern gemacht und eben auch der Vernichter des Abendlandes namens Amazon. Ich war also womöglich gar nicht so unbekannt, auch wenn Sie, verehrte Buchhändlerin, mich offenbar nicht kannten. Meine Geschichten haben Leserherzen erobert, lange bevor Sie diese entdeckt haben, weil ein Verlagsvertreter sie Ihnen unter die Nase gehalten hat und weil Sie sich vom Verkauf meiner Bücher Umsatz versprechen. Dagegen ist nichts einzuwenden, denn es ist genau das, was ich auch tue, wie jeder Berufstätige auf dem Planeten, der seine Kinder satt kriegen und seine Miete bezahlen möchte.

Ich wünsche mir oft, Menschen würden mal einen Schritt zur Seite treten und einen neuen Standpunkt einnehmen. Nämlich den eines anderen, anstatt mit Vorwürfen um sich zu werfen. Aber Angriff ist eben immer noch die beste Verteidigung. Viel klüger wäre es, sich zu überlegen, ob man nicht viel besser mal Konfetti in sein eigenes Leben pustet, ob man nicht alte Fehler auszumerzen könnte, einen anderen Weg einschlägt, Veränderungen zulässt. Frischer Wind lässt zwar erstmal alles fliegen, aber meistens landet auch alles wieder irgendwo und längst geht nicht immer alles zu Bruch. Am Beginn steht dafür allerdings eine Bestandsaufnahme des Alten.
Ich verdeutliche mal, was ich damit meine:

Warum gibt es eigentlich immer weniger junge Leser und was hat die Buchbranche womöglich falsch gemacht, um dies passieren zu lassen. Amazon, Netflix, Facebook und Instagram die Schuld zu geben ist natürlich bequemer und weniger schmerzhaft aber nicht zielführend. Man könnte stattdessen fragen:
Liegt es daran, dass es in fast jedem Buchladen dieselben Bücher zu kaufen gibt und es kaum Alleinstellungsmerkmale der Läden gibt?
Liegt es daran, dass ständig dieselben Bücher und Autoren auf Bestsellerlisten auftauchen und sich auf den großen Tischen versammeln?
Ist das Lesen zu langweilig geworden, weil Inhalte kaum unterscheidbar sind?
Liegt es daran, dass man ständig dieselben Cover sieht und man Bücher kaum voneinander unterscheiden kann?
Haben die Verlage es versäumt deutsche AutorInnen zu fördern und Autorenmarken aufzubauen und stattdessen lieber für teures Geld englische Geschichten eingekauft?
Könnte es daran liegen, dass es Jugendlichen kaum möglich ist, sich mit AutorInnen zu identifizieren, mit jedem x-beliebigen Schauspieler/Musiker/YouTube Star schon?
Könnte es daran liegen, dass für Verlage nicht die LeserInnen der Endkunde sind, sondern die BuchhändlerInnen?
Könnte es sein, dass der Buchhändlergeschmack vom Lesergeschmack abweicht?
Könnte, könnte, könnte …. ich könnte ewig so weiter machen, möchte aber niemanden langweilen und ehrlich gesagt, muss ich auch arbeiten.

Fakt ist, Schema F hat jahrzehntelang funktioniert und damit ist jetzt Schluss und der Aufschrei ist groß. Nun die Autoren dafür in die Verantwortung zu nehmen, ist genauso peinlich wie unverschämt, da die Autoren sowieso seit jeher am Ende der Nahrungskette eines Buches stehen, was vielen Lesern nicht bewusst ist, aber das ist ein anderes Thema. Ich denke, es ist klar geworden, was ich sagen will. Jeder darf sich dazu gern auch eigene Gedanken machen.

Vielleicht noch ein Satz zum Schluss, liebe Buchhändlerin: Ich will hier keine Lanze für das Selfpublishing brechen, denn ich erwarte gar nicht, dass Sie sich die Zeit nehmen, in diesen Untiefen abzutauchen, um etwaige Perlen ans Licht zu befördern. Aber sich zu überlegen, was seinen Laden, sein Geschäft zu etwas Besonderem macht, ist täglicher Alltag aller Selbständigen, Unternehmer, Gewerbetreibenden. Im Übrigen ist es das, was ich auch für mich in Anspruch nehme und es steht Ihnen schlicht und ergreifend nicht zu, mir das zum Vorwurf zu machen. Ich entscheide selbst, wo und wann und wie ich meine Bücher veröffentliche, denn ich gehe dahin, wo die Leser sind. Ich freue mich natürlich, wenn es in dem kleinen Buchladen um die Ecke ist, aber ihn dorthin zu locken, ist ihre Aufgabe nicht meine. Ich schreibe nur die Geschichten, die dann ihr Handwerkszeug dazu sein können.

Trotz der großen Probleme des deutschen Buchmarktes wünsche ich mir für die Zukunft jedoch eine friedliche Koexistenz aller Leser, Händler, Verlage, Selfpublisher, Verlags- und Hybridautoren, denn es gibt eins, was uns verbindet – wir wollen, dass die Welt liest.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Marah Woolf

PS: Falls Sie jetzt darüber nachdenken, meine Bücher nicht mehr zu empfehlen, dann ist das zwar schade, aber ich werde es überleben. Sollte ich mich an der ein oder anderen Stelle im Ton vergriffen haben, entschuldige ich mich hiermit selbstverständlich in aller Form.

Das letzte Abenteuer beginnt in 14 Tagen

Weil ihr mich immer und immer wieder gefragt habt, habe ich es endlich gewagt. „FederLeicht. Wie ein Funke von Glück“ ist nun bei Amazon vorbestellbar und erscheint am 01.05.2018.

Damit geht für mich die Ära Emma/Calum/Eliza/Cassian schweren Herzens zu Ende :-(. Allerdings habe ich noch MondSilberTaufe im Ärmel, falls die Sehnsucht zu groß wird ;-). Also alles hat ein Ende oder auch nicht, lautet die Devise.

Ihr dürft euch jetzt erstmal auf Elizas letztes und größtes Abenteuer freuen, das es echt in sich hat 🙂

Und hier geht es zum Buch !!!!!!!

Finian Blue Summers

Heute will ich euch schon mal mitnehmen in mein Sommerprojekt. Das Buch wird Ende August erscheinen und damit ihr auch wisst, worum es geht – hier der Klappentext. Ich dürft mir gern schreiben, ob dieser Text euch verlocken würde, das Buch zu kaufen (oder nicht 😉 ).

Cover gemischt

Die neunzehnjährige Rayne hat Wünsche. Ganz normale Wünsche für ein ganz normales Mädchen. Sie will einmal ihre Haare lila färben, unter dem Sternenhimmel einschlafen oder sich ein Schmetterlingstattoo stechen lassen. Heimlich sammelt sie diese Wünsche in einem Wunschglas. Aber Rayne ist kein gewöhnliches Mädchen, sie ist ein Star. Mit ihrem Geigenspiel begeistert sie ein Millionenpublikum, doch der Erfolg hat seinen Preis: Ihr dominanter Vater bestimmt über jedes Detail ihres Lebens.

Als der Druck für Rayne zu groß wird, flüchtet sie sich in Schweigen und landet in einer Nobelklinik. Der Medizinstudent Finian ist von dem sprachlosen Mädchen sofort fasziniert. Er schmuggelt ihr süßen Tee ins Zimmer und heftet gelbe Post Its an die Fenster. Mit ihm wagt Rayne nicht nur eine Reise ins sommerliche Tennessee, sondern auch den Aufbruch in ein neues Leben.
Ein Buch über die Liebe, das Leben, unmögliche Wünsche, das Schicksal und Blaubeermarmelade.

Mein Leben in Wörtern

Zuerst mal möchte ich DANKE sagen, für all Eure Kommentare zu meinen Posts. Auch wenn ich vielleicht nicht immer antworte, so lese ich doch wirklich alles. Leider ist meine Zeit sehr begrenzt, ihr wisst schon Haushalt, Kinder, Mann, Garten und dann auch noch Bücherschreiben (die Reihenfolge war jetzt intuitiv). Wenn ich auf alles antworten würde, kämen da jede Menge Wörter zusammen, die dann anderswo fehlen, denn Wörter brauchen Zeit. Man muss sie hegen und pflegen, damit sie auch passen.

Ich habe mich mal einen Tag selbst beobachtet und festgestellt, dass ich mehr Zeit mit Wörtern als mit Menschen verbringe.

Ich stehe auf und schmökere bei FB – ca. 500 Worte

dann tippe ich hektische Whats App Nachrichten, weil meine Mutter sich mal wieder beschwert, dass sie nie etwas von mir hört (ich finde ja immer, sie könnte mal vorbeikommen und mir Suppe oder Kuchen bringen 😉 – 200 Wörter

Ich mache meinen Kindern Frühstück und bis sie fertig sind lese ich schon mal – 750 Worte

Bis dahin sind mir nur meine Kinder und mein Mann begegnet (mein Sohn ist gerade sehr wortfaul und spricht maximal 10 Worte mit mir, bevor er zur Schule geht). Meine kleine Tochter plappert hingegen wie ein Wasserfall und kommt wahrscheinlich morgens schon auf 200 Wörter.

Dann schreibe ich und komme am Tag so auf 4000 Wörter (wenn ich fleißig bin)

Blogbeitrag …. Worte. Kommentare bei FB …. – ich sollte ganz dringend mein Internet abbestellen 🙂

Abends lese ich wieder, bis mir die Augen zufallen (10.000 Wörter 😉 ).

Wenn ich mal rauskomme (was als Autor irgendwie selten ist), treffe ich vielleicht 10 Menschen oder so. Ich glaube in meinem nächsten Leben will ich ein Wort sein und zwar ein richtig schönes.

Wer von Euch hat eigentlich ein Lieblingswort?

Was ich aber eigentlich sagen wollte, FederLeicht. Wie der Klang der Stille ist fertig – 74.689 Wörter – juhu. Es erscheint am 13.05.2016.

FederLeicht-3_Banner_Facebook

Und für alle,die es noch nicht mitbekommen haben – JAAAAAAA – es werden sieben Teile und damit fehlen noch ungefähr 300.000 Wörter. Ich wäre trotzdem hocherfreut, wenn ihr die Geschichten von Eliza und Cassian jetzt schon verschlingt und nicht wartet. Das haben die beiden nicht verdient 😉

Falls sich jemand fragt, warum ich mal Worte und mal Wörter schreibe – keine Ahnung, frage ich mich auch. Mal klingt es so besser und mal so. Es gibt bestimmt eine Regel dafür, aber die ist mir gerade entfallen 😉

Mein Lesejahr 2015

Das Jahr geht in riesigen Schritten auf das Ende zu und damit ist es Zeit meine Leseerlebnisse Revue passieren zu lassen. Gestern habe ich mal durchgezählt, wie viele Bücher ich 2015 gelesen habe und es waren sage und schreibe 149 Stück. Ehrlich gesagt habe ich gedacht, es wären mehr. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich alle Bücher ausnahmslos auf meinem Kindle gelesen habe. Es kommt tatsächlich ziemlich oft vor, dass ich mir „richtige“ Bücher kaufe oder geschenkt bekomme, die ich dann noch mal auf meinen Reader lade. Einfach aus dem Grund, weil ich vorzugsweise Nachts lese und mein Mann sonst wohl schon ausgezogen wäre ;-). Eine Nacht ohne Lesen ist für mich eine verlorene Nacht. Ich wache auf, so gegen drei oder vier Uhr, schnappe meinen Kindle und bin dann mal weg. So bis sechs, dann noch mal ein halbes Stündchen schlafen, bis der Wecker klingelt.
Aber was hat mir nun eigentlich meine Nächte so versüßt? Welche Bücher haben es geschafft mich zu entführen? Ich habe mal versucht, eine Liste zu machen und möchte die gern mit Euch teilen vielleicht entdeckt ihr auch etwas für Euer Lesejahr 2016.

Blog Bücher

Es ist einerseits ganz leicht und andererseits ziemlich schwer, seine persönlichen Highlights auszuwählen. Manche Bücher habe ich zweimal gelesen und dann sogar verschenkt. Ich schätze, dass macht diese Bücher zu meiner Nummer 1 des Jahres. Die beiden Teile von Bad Romeo & Broken Juliet haben sich diese Platzierung mehr als verdient. Die Bücher sind einfach unglaublich toll, nicht nur in ihrer Charakterzeichnung, sondern auch, wie es der Autorin gelingt, die Atmosphäre in der Schauspielschule aufzufangen und dem Leser nahe zu bringen hat mit unglaublich gut gefallen. Ich habe mich schon immer gefragt, wie es Schauspieler schaffen, so mühelos in ihre Rollen zu schlüpfen – jetzt weiß ich es ein bisschen. Die Zerrissenheit der Figuren ist einfach zu toll beschrieben.

Mein bester historischer Roman war dieses Jahr zweifellos Glencoe von Charlotte Lynn. Nicht nur, weil es in Schottland spielt, sondern weil Charlotte es geschafft hat, mich ganz weit weg zu entführen. Direkt in ein schottisches Dorf mit seinen Kämpfen um Glaube und Gerechtigkeit. Aber vor allem, weil die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz gekommen sind und nicht die Liebe und die Frage, was wir bereit sind, dafür zu opfern oder aufzugeben.

Dann gab es zwei Jugendromane, die mir die Nächte versüßt haben und das sind „Liebe ist etwas für Idioten. Wie mich“ und noch ein bisschen mehr hat mir „Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte“ gefallen. Allerdings sind die Romane so unterschiedlich, dass ich beide vorbehaltlos empfehle. Idioten greift das derzeit populäre Krankheitsthema in Jugendbüchern von einer ganz neuen Seite auf und Pappfigur ist ein einfach ein charmantes und zu Herzen gehendes Buch, in dem es sich nicht nur um ein Paar, sondern um eine ganze Familie dreht. Der Schluss ist so überraschend wie logisch. Mehr wird nicht verraten.

Eigentlich lese ich gar nicht so viel Fantasy, aber natürlich läuft es mir ab und zu über den Weg. „Angelfall“ habe ich auch schon zweimal gelesen, weil ich total in Raph verliebt bin. Leider wurde Teil 2 nie übersetzt, so dass ich mich irgendwann mal durch die englische Version kämpfen muss. Ein Must-Read war natürlich der letzte Teil „Diana & Matthew-Trilogie“. Matthew ist einfach der einzige Vampir, der Edward Konkurrenz machen kann und hatte ich schon erwähnt, dass ich auch gern eine Hexe wäre ;-)?

Dann vielleicht noch direkt für das nächste Weihnachten eine Weihnachtsbuchempfehlung „Winterzauber wider Willen“ ist der Auftakt einer dreibändigen Serie um drei Brüder und deren Versuch ein Skiresort in den Bergen Vermonts zu retten. Wenn ich es nicht schaffe, mein nächstes Weihnachten in einer dieser Holzhütten mitten im Wald und Whirlpool auf der Terrasse zu verbringen, dann weiß ich auch nicht. Natürlich sind alle drei Brüder wunderschön ;-), sportlich und einfühlsam – so das die Liebe zum Schluss immer siegt. Aber der Weg dahin ist steinig. Genau die richtige Lektüre für drei Weihnachtstage :-).

Da ich euch nicht unendlich zutexten möchte, zum Schluss noch eine Kinderbuchempfehlung „Daisy Star und die rosa Gitarre“ hat mich und meine Tochter köstlich amüsiert. Und natürlich kaufe ich fürs Kind nur echte Bücher. Daisy will nicht, dass ihr Vater als Entwicklungshelfer nach Afrika auswandert und die ganze Familie mitnimmt. Kurzentschlossen gründet sie ein Trashmetalpunkband um bei einem Wettbewerb 500 Pfund zu gewinnen und davon eine Ziegenherde für Malawi zu kaufen. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass Daisy total unmusikalisch ist. Ein wunderbar komisches Buch zum Nachdenken über den Sinn des Lebens.

Auf meinem Bildchen seht ihr noch andere Lesehighlights, in die ihr unbedingt mal reinschnuppern müsst, aber ich muss jetzt an FederLeicht. Wie der Klang der Stille weiterschreiben, schließlich soll das Buch Anfang Mai erscheinen und da habe ich noch ordentlich etwas vor mir.

So das war mein Lesejahr, das ja eigentlich noch nicht zu Ende ist. Gerade lese ich Stephen Kings „Über das Leben und das Schreiben“ und bin froh, mal ein Buch gefunden zu haben, das mir auf eine leichte und lockere Art sagt, dass ich schon ganz viel richtig mache. Vielleicht berichte ich Euch in meinem nächsten Blogartikel darüber.

Jetzt wünsche ich Euch allerdings erst einmal einen guten Rutsch ins Neue Jahr mit vielen guten Vorsätzen, die wir meist doch nicht einhalten. Aber ich finde, dass gehört irgendwie dazu. Ohne wäre es ja langweilig …

Gewinnspiel FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit

Nur noch 2 Tage und dann ist es am Mittwoch endlich soweit. Ich bin schon sehr gespannt, wie Euch das neue Abenteuer von Eliza und Cassian gefallen wird. Damit nicht nur meine Facebookfreunde in den Genuss meines Countdown-Gewinnspiels kommen, heute auch mal eine Frage an Euch.
Countdown 2 Tage
Ich stecke ja schon in der Planung von Teil 3. Die Aureole um die es dann gehen wird, ist die Flöte. Sie erfüllt jeden Wunsch und lässt kein Unglück zu. Nun wünsche ich mir, das ihr Euch an der Titelfindung beteiligt.

Welcher Titel gefällt Euch besser?

FederLeicht. Wie der Klang der Stille oder FederLeicht. Wie das Lied vom Glück

oder habt ihr einen besseren Vorschlag?
Viel Spaß, beim Überlegen und Gewinnen.

Sommer-Urlaubs-Buchempfehlungen

Jetzt, wo meine Ausflüge in die USA und nach Österreich vorbei sind und mich der Ferienalltag wieder hat, kann ich mich endlich an FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit machen. Es wird auch wirklich Zeit, weil ich einen dermaßen sportlichen Zeitplan habe, dass ich mich fühle, wie ein Hochspringer (-oder stapler) vor der Olympiade. Aber ich schaffe das (behaupte ich jetzt mal). Der Erscheinungstermin ist der 08.10. also pünktlich zur Buchmesse in Frankfurt, damit ich Euch die Taschenbücher auch vor Ort signieren kann.
Für eure Urlaube möchte ich Euch aber ein paar Buchempfehlungen mit auf den Weg geben, von den Büchern, die mir in den letzten Wochen meine Zeit versüßt haben.

Mein Favorit war eindeutig „Pygmalion – perfekt unverliebt„. Ein richtiges Sommerbuch mit viel Humor, das ich einmal komplett gelesen und dann nochmal überflogen habe, weil es mir so gut gefallen hat. Das Cover ist zwar nicht so mein Fall, aber Clannon Miller hat da ein sehr witziges Buch mit tollen Protas geschrieben. Am besten gefällt mir die Parallele zu Eliza Doolittle aus My Fair Lady, ab und zu stehe ich auf diese Aschenputtelgeschichten.
Mein zweiter Favorit, obwohl eigentlich ziemlich traurig, war „Glückliche Menschen küssen auch im Regen“. Es ist zwar das totale Kontrastprogramm, aber sehr schön geschrieben – ohne Klischees. Der Hauptteil des Buches spielt übrigens in Irland und ich glaube, ich muss da jetzt auch mal hin – allerdings nicht im Winter.
Ich habe mal eine kleine Collage der Bücher zusammengestellt, die mir alle sehr gut gefallen haben und die ich uneingeschränkt empfehlen kann.

collage

Jedes der Bücher, war auf seine Weise toll, die Bücher, die ich nicht mag, lese ich nämlich gar nicht weiter ;-). Vielleicht findet ihr ja das ein oder andere Goldstück für Euch. Nach Emilys „Tanz mit Mr. Grey“ mussten wir noch in unserem Urlaub „Dirty Dancing“ schauen, obwohl ich in dem Film wahrscheinlich schon mitspielen könnte. Meinen Mädels hat er aber total gefallen, obwohl er uralt ist.
Ich hatte mich im Flieger nach Los Angeles endlich aufgerafft „Weil ich Layken liebe“ zu lesen. Es wurde ja ziemlich gehypt und da war ich neugierig. Immerhin hatte ich zwölf Stunden Zeit und das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich den zweiten Teil „Weil ich Will liebe“ gleich noch dran gehängt habe. Dann kam zu meinem Glück in den zwei Wochen Urlaub „Weil wir uns lieben“ heraus und ich habe mich wie verrückt auf den Rückflug gefreut. Das war vielleicht eine Luftnummer. Das Buch ist eine echte Unverschämtheit und Geldschneiderei und zu so einem Urteil lasse ich mich normalerweise nicht hinreißen. Aber versucht euch selbst an der Reihe.

Für die nächste Woche stehen jetzt die Neuerscheinungen meiner Kollegen auf dem Plan. Ich bin sehr gespannt und will Euch diese natürlich auch ans Herz legen.
Poppys Traumman ist natürlich ein Must Read, weil ich diese Kleinstadtgeschichten einfach mag und ich gespannt bin, ob sie „Hals über Kuss“ noch toppen kann.8 Pfoten

Nachbar Zwei meiner Lieblingskollegen haben sich zusammengeschmissen und „Mein Nachbar und ich“ geschrieben und wenn das nur halb so lustig ist, wie die Beiden, dann muss das Ding ein Bestseller werden.

Milla Ich mag ja Alice Goldings Thriller sehr gern, die sie mit Knaur als Ivonne Keller herausbringt. Deshalb bin ich jetzt um so gespannter, wie dieses lustige Buch von ihr geworden ist. Da Ivonne ihr Handwerk perfekt versteht, habe ich allerdings nur sehr wenig Zweifel, dass mir „Fräulein Millas Gespür für Tango“ nicht gefallen wird.

Last but not least ist heute der vorerst letzte Teil der Diamond Guys erschienen. Und wer Nikola Hotels Bücher kennt und mag, der muss hier unbedingt zuschlagen. Auf meinem Kindle ist „Sebastian“ gerade eingezogen. Ich bin sehr sehr gespannt. Da habe ich mir ja einiges vorgenommen, sehe ich gerade. Aber was gibt es Schöneres, als bei der Hitze, die angesagt ist im Garten zu liegen und zu lesen – vorzugsweise mit einem kalten Weißwein neben sich ;-). Meine Kinder sind nächste Woche sogar alle ausgeflogen, das steht einem Lese- und Schreibmarathon eigentlich nichts im Wege. Ich wünsche Euch allen noch ein paar schöne sonnige Lesetage und wäre gespannt, was ihr so lest. Also nicht schüchtern sein und einfach hier posten :-).Sebastian

Irgendwas ist immer ;-)

Seit Mitternacht ist es nun da – mein neues Baby. Ohne Euch wäre es ja nie geschrieben wurden, darum bin ich Euch diesmal noch dankbarer, als sonst, dass Ihr mich so antreibt 🙂MondSilberNacht
MondSilberNacht ist in dieser Nacht schon ganz schön geklettert und hat sich bis auf Platz 13 hochgearbeitet, worüber ich mich irrsinnig freue. Es ist der reine Wahnsinn, dass Emma, Calum und ihre Freunde so eine treue und langjährige Fangemeinde haben.
Meine Facebookfreunde haben die Links ja schon und jetzt komme ich auch dazu, diese hier zu posten.

E-Book und Taschenbuch bei Amazon sind hier erhältlich.

Zum E-Book bei i-tunes geht es hier entlang.

Leider haben Thalia und Co es nicht geschafft, dass Buch rechtzeitig online zu stellen, was natürlich blöd ist. Aber spätestens morgen früh ist es auch dort erhältlich. Also nicht verzagen. Jetzt laufen Emma und Calum nicht mehr weg.

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Ich hoffe, die neue Geschichte gefällt Euch und holt Euch zurück in meine Welt. Ich freue mich auf ganz viele Reaktionen, Anregungen und natürlich auch auf Kritik. Aber mit Letzterem könntet ihr bis Mittwoch oder so warten, ich brauche erstmal eine kleine Verschnaufpause. So ein Buch zu veröffentlichen ist nämlich tatsächlich ein bisschen wie eine Geburt und ich liege jetzt im Wochenbett 🙂

MondSilberNacht FAQs

 

MondSilberNachtNun ist es wirklich bald soweit und ich möchte hier die Gelegenheit nutzen und mal gesammelt die Fragen beantworten, die ihr mir so stellt. Ich hoffe, ich vergesse nichts.

1. Ist das Buch bei Amazon vorbestellbar?

Nein, ist es nicht. Amazon zählt auch die Vorbestellungen am Tag der Bestellung ins Ranking, damit verpufft der Effekt der Käufe am ersten Tag. Da ich natürlich gern möchte, dass das Buch in den Top 100 sichtbar ist, verzichte ich auf die Vorbestellfunktion und hoffe auf euer Verständnis. Außerdem muss ich das endgültige Buch 10 Tage vor Erscheinen hochladen und da bin ich erstens im Urlaub und zweitens noch nicht fertig ;-). I-tunes sammelt die Vorbestellungen und dort ist das Buch samt Leseprobe für Euch schon erhältlich. Einfach hier klicken und dann habt ihr das Buch pünktlich am 31.05. auf euren Geräten.

2. In welchen Versionen wird es das Buch geben?

Ab dem 31.05. wird es das E-Book bei Amazon und allen anderen Online-Shops geben und bei Amazon selbstverständlich auch als Taschenbuch. Im Buchhandel bestellbar ist es ab dem 15.06.

3. Wird es das E-Book auch im alten Look geben?

Nein, leider nicht. Ich kann immer nur eine Version hochladen und da nehme ich das neue Cover.

4. Wir es das Taschenbuch mit alten Cover geben?IMondSilberNacht

Ja, das werde ich auch im alten Cover drucken lassen. Ihr könnt es dann über meinen Blog direkt bestellen. Das wird aber sicher erst Ende Juni etwas, da ich es neu formatieren und drucken lassen muss. Es wird dann eine alte und neue Version bei der Bestellung geben. Also aufpassen. Natürlich signiere ich auch fleißig.

5. Kann das Buch im Buchhandel bestellt werden?

Ja, natürlich ab Mitte Juni.

6. Kann ich das Buch bei dir vorbestellen?

Öhm. Jetzt noch nicht, aber ab dem 31.05. nehme ich Vorbestellungen entgegen für altes und neues Cover. Ihr müsst dafür hier einfach auf Bestellen (oben in der Leiste) gehen. Aber wie gesagt, es dauert ein bisschen, weil die Bücher noch im Druck sind.

Für die Blogger unter Euch

Ich nehme noch bis heute Abend Bewerbungen für Vorableser entgegen. Allerdings müsstet ihr es bis zum 31.05 schaffen, dass Buch zu lesen und auf euren Blogs zu rezensieren. Als Dankeschön gibt es dann ein TB zum Verlosen oder Behalten. Ausgelost wird heute Abend. Also schnell noch in den Topf hüpfen.

So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Sonst schreibt einfach nochmal

Lg Marah

Facebookbanner II