»Schon als ich dich das erste Mal sah, hatte ich das Gefühl, dass du gar nicht gut für mich bist.«

— Calum

MONDSILBERLICHT

Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen. Das Letzte, mit dem sie rechnet ist, dass sie hier ihre große Liebe finden wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu bröckeln…und irgendwann gibt auch er den Widerstand gegen seine eigenen Gefühle auf. Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen…

MondSilberZauber

Mein Herz fing an zu schlagen, immer schneller. Der Stein in meinem Magen schien größer zu werden, doch nicht vor Schmerz. Er polterte ein wenig herum, zersprang und tausend kleine Schmetterlinge flatterten aus seinem Inneren hervor. Er lebte, er war gefangen, aber er lebte. Das war das Wichtigste. Calum war nicht tot, nicht in unerreichbare Ferne gerückt. Als Emma erfährt, dass Calum noch lebt gibt es für sie nur ein Ziel: Sie möchte, dass er zu ihr zurückkommt? Doch Calum ist in seine Welt entschwunden. Eine Welt, in die sie ihm nicht folgen kann. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Wird es Emma gelingen, Calum zu retten?

MondSilberTraum

»Du schickst mich fort?« »Ich schicke dich fort.« »Was, wenn ich nicht gehe?« »Dann werde ich dich eigenhändig zum Auto tragen.« Ich lächelte, während mir die Tränen über die Wangen liefen. »Wir könnten einen Ort ausmachen, an dem wir uns treffen, wenn alles vorbei ist.« Calum verschloss mit seinen Fingern meine Lippen. Sie zitterten. »Nein«, flüsterte er. »Nein. Das werden wir nicht.« Emma und Calum haben für ihre Liebe alles riskiert. Endlich scheint ein gemeinsames Leben möglich. Doch Elin steht zwischen ihnen und einer glücklichen Zukunft und er verbündet sich mit Wesen, die nicht besiegt werden können …

MondSilberNacht

Hatten wir nicht genug geopfert? Genug verloren? Hatten wir nicht das Recht auf Frieden? Oder ließ sich das Böse überhaupt nicht besiegen? Versteckte es sich bloß und tarnte sich, um noch stärker zurückzuschlagen? Als diese bittere Erkenntnis in Emma reift, ist es fast schon zu spät, dagegen anzukämpfen. Denn diesmal sind nicht die Undinen ihr Gegner, sondern jemand ungleich Vertrauteres. Um diesen Feind zu vernichten, wird Emma schier Unmögliches abverlangt. MondSilberNacht knüpft unmittelbar an die Ereignisse der drei Vorbände an. Auf vielfachen Wunsch meiner LeserInnen habe ich mich doch entschlossen, in einem vierten Teil die Geschichte von Emma und Calum weiterzuerzählen. Lasst Euch verzaubern von neuen Geheimnissen und Abenteuern und nehmt mit Emma einen letzten Kampf gegen das Böse auf, um die zu retten, die sie liebt.
DEM SHELLYCOATMYTHOS AUF DER SPUR

Ich werde oft gefragt, weshalb ich mich beim Schreiben meines Buches für den Shellycoat als mystische Figur entschieden habe. Diese Frage ist einerseits leicht und andererseits schwierig zu beantworten.

Mir war beim Schreiben relativ schnell klar, dass ich keinesfalls einen wunderschönen und perfekten Vampir in mein Buch lassen wollte. Die Parallelen zu Twilight wären mir zu groß gewesen. Und mal ehrlich, Edward ist sowieso nicht zu schlagen. Ich wollte auch keinen Gestaltwandler, da es mich persönlich nicht anspricht, wenn ein Mann sich in ein wie auch immer geartetes Tier verwandelt. Was blieb übrig? Engel, Dämonen, Nachtmahre? Alles nicht mein Fall. Damit seht ihr, dass ich einen Großteil der Bücher, die im selben Genre spielen wie die MondLichtSaga nicht gelesen habe. Ich überlegte also weiter und das einzige Element, dass mir einfiel und aus dem noch kein perfektes Wesen entstiegen war, blieb das Wasser.  Nun wollte ich aber weder ein Selkie noch einen Nix. Ein Mann mit Fischschwanz oder einer, der in seinem zweiten Leben eine Robbe war – wer sollte sich in diesen schon verlieben? Der Mann, der mir vorschwebte, sollte einerseits relativ normal aber wiederrum auch sehr außergewöhnlich sein. Ein Mann eben, der ein Geheimnis hat, aber jeder von uns über den Weg laufen könnte. Also begann ich das Internet nach meiner Traumfigur zu durchstöbern. Es dauerte nicht lange, da stieß ich auch schon auf den Namen: Shellycoat. Ein perfekter Name für den perfekten Protagonisten. Jeder von Euch, der vielleicht nach dem Lesen  selbst schon einmal nachgeschaut hat, was es mit den Shellycoats auf sich hat, wird bemerkt haben, dass die Faktenlage ziemlich dünn ist. Das Wort Shellycoats setzt sich zusammen aus shell (Muschel) und coat (Mantel) – Muschelmantel also. Nun trägt Calum natürlich keinen Muschelmantel (jedenfalls nicht in meinem Buch). Wir können uns aber vorstellen, dass er dies tun wird, sobald er mit Emma in Berengar angekommen ist. Leider wird der Shellycoat in den Legenden oft als hässlich beschrieben und das ist Calum nun bestimmt nicht. Was der Shellycoat allerdings in der Mythologie sehr gern macht, ist unvorsichtige Menschen in den nassen Tod zu ziehen. Diese Rolle bekam Elin von mir auf den Leib geschrieben. Ich habe mich bei der Charakterisierung „meiner Shellycoats“ von zahlreichen Artikeln inspirieren lassen, die ich dazu gefunden habe. Und es gibt viele Wasserwesen, die in den verschiedensten Legenden ihr Unwesen treiben. Vielen wird nachgesagt, dass sie junge Mädchen mit Harfenklängen verführen und in ihr nasses Reich locken. Darauf basiert auch die Angst, die Emma vor Calum hat, nachdem sie weiß, was er wirklich ist. Außerdem wird den Meermännern nachgesagt, dass sie Stürme entfesseln können, was Elin auch mehrfach unter Beweis stellt. Mein walisischer Zweig der Shellycoats, die Gwragedd Annwn, die im dritten Teil eine nicht unwesentliche Rolle spielen, existieren in den Legenden ebenfalls wirklich. Sie leben mit ihren Frauen in Palästen auf dem Grund der walisischen Seen. Sie sollen unsterblich und ein sehr altes Elbengeschlecht sein. Unsterblich wiederum sollte Calum nicht sein. Um ihm aber mehr Lebenserfahrung zu verleihen, ließ ich meine Shellycoats langsamer altern. Ihr seht, dass ich mich kräftig im schottisch-walisischen Sagentopf bedient habe und nicht alles, was ich beschrieben habe auch in seiner Ursprungsform so überliefert ist. Aber darum ging es ja auch nicht. Ich habe uns Calum einfach so zurecht geschneidert, dass er beinahe jeder Frau oder jedem Mädchen gefallen würde und das war doch das Wichtigste, oder?

MYSTISCHES SCHOTTLAND

Bei dem Thema Mythen und Legenden aus Schottland steigen in den Köpfen der meisten Menschen Bilder herauf, die nebelverhangene Gebirge, raue Küsten, dunkle geheimnisvolle Wälder und düstere Burgen zeigen. Vor diesem Hintergrund tummeln sich Feen und Elfen, Kobolde, Selkies, Meerjungfrauen, Hexen, Zauberer und allerlei andere Wesen.

Doch woher kommen diese Sagen und weshalb sind sie selbst uns Westeuropäern so vertraut? Nur wenige Angehörige der unterschiedlichen Völker, die Schottland einst besiedelten konnten schreiben. Aus diesem Grund gibt es so gut wie keine schriftlichen Aufzeichnungen der vielen Legenden und Sagen. Selbst die Legende von König Artus, an der ich mich so ausschweifend bedient habe ist niemals schriftlich überliefert worden. So wissen wir bis heute nicht, ob es diesen sagenumwobenen König, sein Schwert und seine tapferen Ritter jemals gegeben hat. Erst die Generationen, die ihm folgten, haben sein Leben für uns unvergesslich gemacht. Schottlands romantische Landschaften bilden jedoch eine durchaus glaubhafte Kulisse für diese so geheimnisvolle Welt voller Wesen, die anders sind als wir, andere Fähigkeiten und andere Vorstellungen von Glück oder Liebe haben. Die Ursprünge dieser Erzählungen liegen in einer Zeit in der die Kelten, Nordmänner und die Wikinger Schottland in Besitz nahmen. Die Legenden dieser Völker vermischten sich mit denen der einheimischen Menschen und so wurde ein Netz gewobenen, das seine Wurzeln in einer mythischen Vorzeit hat, als Feen und Kobolde noch Wirklichkeit waren. Die bekannteste aber auch unglaubwürdigste Sage ist sicher die von Loch Ness. Ich habe diese in der MondLichtSaga etwas umgedichtet und das Monster zu einem Instrument degradiert, dass von den Shellycoats lediglich benutzt wird um ihre heilige Quelle zu schützen, aus der der Überlieferung nach die Göttin das Volk der Shellycoats schuf. Nessie ist also nur eine Täuschung hervorgerufen durch den Zauber der Shellycoats. Damit erübrigt sich auch die Frage nach der Nahrung und den Fortpflanzungsmöglichkeiten. Eine ganz andere und ziemlich unbekannte Legende ist die der Fairy Flag. Wenn man nicht genau weiß, wonach man suchen muss würde man an dem mottenzerfressenen Stück Stoff, das im Speisezimmer von Dunvegan hängt vorbeilaufen. Trotzdem ist es der kostbarste Besitz des Clans. Die Feenflagge ist ein Seidenbanner, das aufgespannt hinter einem Glasrahmen zu bewundern ist. Solange dieses Banner im Besitz des Clans ist, solange befindet sich dieser unter dem Schutz der Feen. Angeblich besitzt die Flagge Zauberkräfte und nur dem ältesten Mann der Familie wurde erlaubt, diese zu entrollen. Feen und Elfen bevölkern die Sagen der Schotten sowieso in besonderem Maße. Mal sind sie gut und hilfsbereit, sie können allerdings auch rachsüchtig und böse sein. Meinen Feen ist die Rückkehr in ihr Reich versperrt, aus diesem Grunde leben sie in Avallach. Und tatsächlich soll die Schwester von König Artus, auch genannt Morgan le Fay, in Avalon erzogen worden sein.  Sie soll auch den Leichnam von Artus nach Avalon gebracht haben. Im 12. Jahrhundert wird Morgana in der lateinischen Vita Merlini als die älteste von neun Schwestern genannt, die die Apfelinseln regieren. Wie auch immer – wir wissen nicht, was Wahrheit oder Legende ist und aus diesem Grund habe ich den vielen Geschichten eine neue hinzugefügt. Aus den unterschiedlichsten Überlieferungen habe ich eine neue gezaubert und diese in silbernes Mondlicht getaucht.

REISETIPPS FÜR SCHOTTLAND

Mit dem Reisen ist das so eine Sache. Erst liest man tolle Bücher, die an den schönsten Orten der Welt spielen und wenn man selbst dorthin reist, ist man enttäuscht, weil alles ganz anders ist, als in den Romanen die man gelesen hat. Mit Schottland wird Euch das garantiert nicht passieren. Es ist ein Land, das den Reisenden sofort in seinen Bann zieht. Das Klima ist unserem sehr ähnlich und die Menschen sind sehr nett und zuvorkommend. Es ist vertraut und unvertraut zu gleichen Teilen. Eins meiner Lieblingssprichworte: „Ich reise nicht gern, dann bleibt die Welt ein wundervoller Ort“, trifft auf dieses Land ganz und gar nicht zu.


Das „richtige Schottland“, beginnt in den Highlands – erst dort kann man sich Geschichten wie die „MondLichtSaga“ ausdenken. Deshalb beginne ich auch mit der Isle of Mull, die wir mit unserem Camper ansteuerten. Unser erstes Ziel auf der Insel war Duart Castle. Wir lieben diese alten Schlösser, in denen man immer allerlei Krimskrams anschauen kann und über steile Treppen schleicht. Das Schloss liegt hoch oben auf einem Hügel und war vermutlich uneinnehmbar. Auf der Rückseite kann man über einen schmalen Weg zum Meer hinunterklettern und eine Bootsrundfahrt machen. Am besten gefallen hat uns, der leckere Kuchen, den es neben dem Schloss in einer kleinen Teestube gab. Das ist auch der Grund, weshalb Bree laufend Schokokuchen bäckt und es diesen sogar in Leylin gibt. Über schmale Straßen, auf denen man immer hofft, dass einem kein Auto entgegenkommt ging es quer über die Insel. Rechts von uns wuchsen riesige dunkle Tannen in die Höhe, links erstreckten sich Wiesen. In meiner Erinnerung schien in diesem Urlaub immer die Sonne, wenn ich mir jetzt die Bilder anschaue, gucken mich Nebelschwaden an. Ich bin eben unverbesserlich optimistisch. Rauschende schmale Bäche durchziehen das Land und werden hier und da von steinernen kleinen Brücken überspannt. Häuser sind nur äußerst spärlich anzutreffen und man muss hoffen, dass man keine Panne hat. Das absolute Highlight waren unsere Übernachtungen auf der Fidden Farm in Fiannoport auf Mull. Eigentlich ist dies kein offizieller Campingplatz, hat sich aber mit den Jahren dazu gemausert. Es gibt keinen Strom aber mittlerweile ein Häuschen mit tollen sanitären Anlagen. Da es sich eigentlich um Weideland handelt laufen zwischen den Campern immer mal wieder Schafe umher. Das eigentlich Spektakuläre ist, dass man direkt am Meer steht und schläft. Unsere Große war auf der Suche nach Ruhe und vertrieb sich die Zeit auf den hohen Steinen, die die Bucht umspannen. Man muss nur etwas vorsichtig sein, wenn die Flut einsetzt. Sie hatte allerdings ein anderes Erlebnis der unheimlichen Art. Während sie da so saß, und von was weiß ich träumte, sprang auf einmal ein Otter (ich nehme an so etwas war es) aus dem Wasser und kletterte die Felsen zu ihr hinauf. Mein Stadtkind ergriff natürlich die Flucht. Wir fragen uns heute noch, ob sich der Otter nicht vielleicht in einen wunderschönen  Prince Charming verwandelt hätte. Naja – Chance verpasst. Es gibt so viel von Schottland zu berichten, dass hier nur eine Kurzfassung möglich ist. Wir waren auf Dorffesten, auf denen die schönsten Schafe und die höchsten Sonnenblumen gekürt worden. Wir verspeisten selbstgemachte Landburger und schottischen Carrotcake. Auf den Highlandgames, die wir besuchten steckte uns der Besitzer der Losbude ein Los zu, mit dem unsere Kleinste ein riesiges rosa Plüschschwein gewann, das mir heute noch überall im Weg steht aber von meiner Tochter heiß geliebt wird. Mein Mann und mein Sohn entwickelten eine Leidenschaft fürs Fischen und fingen in Fort William ganze sechs Fische, von denen wir annehmen, dass es Makrelen waren. Ich schnitt ihnen die Köpfe und Schwänze ab und machte leckere Filets daraus. Mit viel Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter aßen wir dann die leckersten Fische unseres Lebens. Wir bestiegen Berge bei strömenden Regen und liefen auf Mountainbikestrecken wieder hinunter, durchstreiften kleine Städtchen, spielten Golf, ohne etwas davon zu verstehen, aber den Schotten ist so etwas egal. Im Hafen von Portree, der von Felsen umgeben ist, die an vietnamesische Landschaftsfilme erinnern, probierten wir jedes der winzigen Restaurants aus, die die leckersten Meeresfrüchte anbieten. Zum Glück essen alle unsere drei Kinder mit Vorliebe komische Sachen. In Dunvegan entdeckten wir die Fairy Flag, die die Vorlage für das kleine Stückchen Stoff ist, das Peter das Leben rettet und mit viel Fantasie kann man in dem Garten, der das Schloss umgibt, Leylin die Stadt der Elfen erkennen. Wenn es jemanden soweit westlich verschlägt, sollte er unbedingt die Passstraße über Skye nehmen und nicht an der Küste entlangfahren. Die Aussicht dort oben ist spektakulär (wenn es nicht neblig ist). Ich hoffe, ich habe Euch genug Lust auf dieses wunderbare Land gemacht und wünsche Euch auf etwaigen Reisen ganz viel Spaß. Ach so, bevor ich es vergesse – unwiderstehliche, leicht abweisende Mr. Perfects trifft man dort leider nicht, eher etwas kräftige Naturbuschen, die Baumstämme durch die Gegend werfen. Aber was soll`s – man kann nicht alles haben …