Konfetti – Klappe die Zweite

Ich habe seit um sechs Uhr wirklich versucht, auf alle Kommentare zu antworten, aber das gestaltet sich etwas schwierig, weil ich mich auch zu oft wiederhole, deshalb noch mal ein Artikel zu meiner gestrigen Ausführung.

Mir war natürlich klar, wie kontrovers das Thema diskutiert werden würde und genau das wollte ich auch erreichen. Die Mail der Buchhändlerin war nämlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich bin nun seit zwei Jahren in der Buchhandelsszene unterwegs und bilde mir ein, keinen Durchblick, aber immerhin einen Eindruck zu haben, wie die Branche tickt. Und gerade läuft die Uhr nicht sonderlich rund, worunter wir alle zu leiden haben: Autoren, Buchhandel, Verlage und deren Mitarbeiter, Agenturen und ja, auch die Leser. Und genau auf diesen Aspekt wollte ich gern aufmerksam machen. Natürlich weiß ich auch, wie viele engagierte BuchhändlerInnen dort draußen unermüdlich daran arbeiten um Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen das Lesen wieder schmackhaft zu machen und darüber bin ich, zuerst als leidenschaftliche Leserin dankbar.

Ich bedanke mich hier auch ausdrücklich bei meinen Lesern und Kollegen, die meinen Artikel begrüßt haben. Das bedeutet mir sehr viel, denn es zeigt, dass ich mit meinen Überlegungen nicht allein dastehe. Denn leider gehört zu meinem Eindruck auch, dass es sehr viele AutorInnen gibt, die Angst haben, etwas zu sagen oder gar zu fordern, weil sie dann eben keine Verträge mehr bekommen oder nicht mehr in den Regalen der Buchhandlungen stehen, ein Schicksal, dass mir jetzt wahrscheinlich blüht ;-). Aber Leute – die AutorInnen sind die, die euer Geschäft erst möglich machen. Ohne uns, die die Geschichten erzählen, gäbe es den Rest der Branche gar nicht. Also finde ich es nicht zu vermessen, zu erwarten, sich mal mit uns auszutauschen.

Um es noch mal deutlich zu machen. Es handelte sich bei dem von mir geposteten Link um ein E-Book. Ein E-Book, dessen Rechte bei mir liegen, selbst wenn ich also gewollt hätte, hätte ich keinen Link zum Verlag posten können. Aber darum ging es mir gar nicht. Ich wollte nur mal laut darüber nachdenken, was wir alle zusammen anders machen können und deshalb müssen jetzt nicht unzählige Selfpublishingtitel in den Regalen landen.
Aber wir können uns nicht vor lauter Angst wegducken und einfach alles so lassen, wie es immer war. Ich habe auch Angst, das ist heute wohl ganz normal. Auch ich weiß nicht, wie meine Zukunft als Autorin aussieht und deshalb muss ich, wie jeder andere versuchen, mit den veränderten Bedingungen zurechtzukommen. Ich will ja auch nicht sagen, dass früher alles doof und heute alles besser für die Autoren ist, weil es Amazon gibt. So ist es ganz und gar nicht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Amazon die Autoren irgendwie weiter knebelt.

Aber vielleicht noch ein Gedanke: Früher war es den Lesern unmöglich oder recht schwierig, mit ihren Lieblingsautoren zu kommunizieren. Das ging im Grunde nur über Briefe. Damit wusste ein Autor gar nicht, wie seine Leser eigentlich ticken. Er musste sich auf das Feedback der Buchhändler und der Verlage verlassen. Heute stehen wir Autoren direkt mit unseren Lesern in Kontakt und dieser direkte Kontakt ist etwas, auf das es sich genauer zu schauen lohnt. Denn dieser rege Austausch bedeutet natürlich, dass Autoren sehr genau wissen, was die Leser sich wünschen, wollen und gern lesen.
Wir reden hier von einer Generation von Nichtlesern, die auf uns zurollt, eben weil sie ihr Zeit lieber mit Instagram, Netflix und Co. verbringen. Weshalb nutzen wir diese Medien dann nicht gezielter für uns? Irgendwann sind die Omas und Opas, Mütter und Väter, die heute noch Bücher kaufen ausgestorben. Je früher wir uns alle zusammen Gedanken machen, wie wir mit der Situation umgehen umso besser sind wir für diese Zukunft gerüstet.

Und ich meine jetzt nicht um mit den Worten einer der Kommentatorinnen zu sprechen, dass sie in ihren Läden nur noch „Mainstreamscheiße a la Mara Wolf“ verkaufen müssen und ich habe auch kein Geheimrezept für einen Wandel. Aber es kann nicht so bleiben, wie es schon gestern war.

PS: Ich kaufe meine Bücher übrigens sehr gern bei www.geniallokal.de. Einmal anmelden, Lieblingsbuchhandlung raussuchen und so bequem wie bei Amazon einkaufen.
Das war jetzt mein abschließendes Statement und den Schuh kann sich übrigens jeder anziehen, wenn er passt oder eben nicht.

46 Gedanken zu „Konfetti – Klappe die Zweite“

  1. Schön, dass sie schon ein wenig Einsicht gezeigt haben Frau Woolf.
    Ich hoffe für Sie, dass sie sich nicht ihr eigenes „Autoren“-Grab damit geschaufelt haben, den Text gestern veröffentlicht zu haben.
    Es geht in der Buchbranche nämlich vor allem darum: Zusammenhalt! Das haben sie zwar sehr verquer, aber auch versucht auszudrücken.
    Ich hoffe, ihnen ist bewusst, dass sie keineswegs mit der Buchbranche zusammen arbeiten, wenn sie sich so „positiv“ über Amazon äußern.
    Sie sagten ja, dass die Autoren auch Geld verdienen müssen.
    Genauso kann doch jeder Buchhändler und Verleger auch argumentieren, doch diese können Ihre Dienste nicht einfach auf Amazon anbieten.
    Sie bitten hier darum, auch mal eine andere Sichtweise einzunehmen und die Schuld nicht immer bei anderen zu suchen.
    Bei Ihnen kann ich dieses Verhalten doch leider gar nicht beobachten. Tatsächlich wirkt es eher so, als wenn sie wenig bis gar nicht mit der Kritik an ihrer Person und ihren Büchern umgehen können.
    Und einen neuen Lösungsansatz haben sie hier leider auch nicht aufgeführt.
    Danke, für den 1000 Aufruf, dass sich etwas in der Buchbranche ändern muss. Das wissen bloß schon alle.
    Viel Glück weiterhin trotz vieler verlorener Leser und Buchhändler (aber das scheint sie ja sowieso nicht zu interessieren) wünscht
    Beggy

    1. Manche Kommentare hier lesen sich so hasserfüllt, dass man gar nicht mehr im Buchhandel einkaufen möchte. Vor allem, wenn sie von Leuten kommen, deren Kenntniss des Buchmarktes offenbar sehr rudimentär erscheint.
      Zum Glück weiß ich, dass die Mehrzahl der Buchhändler sich um den Buchmarkt sorgen und Ahnung haben. Auch wenn einige Kollegen hier versuchen, das Gegenteil zu beweisen.

    2. Vielleicht geht es weniger um Zusammenhalt – und mehr um eine gefühlte Macht? Und die erste SP-Autorin (Hybrid-Autorin), die sich selbstbewusst äußert, bedroht diese Macht.
      Die Leser von Frau Woolf interessiert die Entrüstung des Buchhandels doch reichlich wenig. Die Branche lebt vom Mythos einer Macht, die sie nun nicht mehr besitzen.
      Sie wählen eben nicht mehr aus, sie sitzen nicht mehr in der ersten Reihe und lassen die Autoren (die wirklich Bücher verkaufen) ankriechen und halten sie mit dem großen Mythos: „Verlag“ und „Buchhandel“ klein.
      Die erste Autorin, die aufsteht, mit den Schultern zuckt und sagt – Wisst ihr – ich kann es allein! Und ICH habe mir eine Leserschaft erschrieben – IHR seid doch (wie so oft) erst eingestiegen, als es nicht mehr mutig war und wolltet ein Stück vom Kuchen.

      Und was soll sich denn ändern? Unter den Verlagen und dem Buchhandel – der Muff von … nun ja.

      Frau Woolf wird nicht einen einzigen Leser verlieren – aber diese Drohung spricht Bände. Sie zeigt die Einstellung des Buchhandels und der Verlage mehr als deutlich – WIR haben die Macht! Und WIR werden Sie zerstören.
      Aber diese Drohung wird verhallen. Denn – wenn Geld mit den Büchern von Frau Woolf zu verdienen ist, wird niemand darauf verzichten, nur weil sie sich kritisch geäußert hat.
      DAS ist die Realtiät hinter dem Mythos.

    3. Ich habe immer sehr gerne die Bücher der Frau Woolf gelesen.Aber nach so einer hochnäsigen und herablassende Aussage werde ich diese nicht mehr kaufen!!!Ich finde es echt schrecklich das man so Aussagen von sich geben kann.
      Fazit bei mir ist unten durch und ich denke bei vielen anderen Lesern auch!!!

  2. Wie armselig sie doch sind. Sie wissen im übrigen ganz genau das Band 7 ihrer Reihe als Print schon vorbestellbar ist. Sogar über Thalia.Stattdessen legen sie hier offen dass es ihnen nur ums Geld geht und preisen sich hier als Königin auf.

    „“Aber ich habe diese zu Fans und Bücherwürmern gemacht und eben auch der Vernichter des Abendlandes namens Amazon. Ich war also womöglich gar nicht so unbekannt, auch wenn Sie, verehrte Buchhändlerin, mich offenbar nicht kannten. Meine Geschichten haben Leserherzen erobert, lange bevor Sie diese entdeckt haben, weil ein Verlagsvertreter sie Ihnen unter die Nase gehalten hat und weil Sie sich vom Verkauf meiner Bücher Umsatz versprechen.“

    Das kann vielleicht eine J.K Rowling behaupten, aber doch keine niedere Autorin wie sie es sind. Sie brauchen sich hier nicht wie eine Königin aufführen. Jeder Leser, der nachdenkt, weiß wie egal ihnen ihre Leser sind. Kleinere Buchhandlungen schmeißen sie jetzt verdient raus. Ich hoffe Oetinger setzt sie ebenfalls vor die Tür. Denn soetwas ekelhaftes wie sie es sind muss niemand unterstützen. Ohne den Buchhandel wären sie ein Nichts!
    Wäre ihnen der Buchhandel und nicht nur ihr Gehalt wichtig hätten sie ihr EBook über BoD veröffentlicht . Aber nein sie sind zu Amazon was zeigt wie egal ihnen der Buchhandel ist.

    1. Liebe(r) T,

      wo ist denn Band 7 als Print so vorbestellbar mit gleichem Veröffentlichungsdatum wie das eBook?
      Ich habe beides geordert, das Buch vom Verlag erscheint am 1.10.18. Verzeihen Sie den Fans, dass wir da das eBook schon am 1.5.18 lesen…

      Liebe Buchhändler,

      „Getroffene Hunde bellen.“ Es liegt an Ihnen, was sie daraus machen. Mit Ihren zahlreichen (identischen) Aussagen erreichen Sie auch keine Leser.
      Frau Woolf zu beleidigen führt sicher nicht dazu, dass Ihre Läden besser laufen. Viele Fans von Marah kaufen jetzt sicher keine Bücher mehr bei Ihnen.

      Bevor ich zu zickigen Buchhändlern gehe, die kindisch jetzt reihenweise damit drohen, alle Marah Woolf Bücher rauszuwerfen, kaufe ich dann in Zukunft auch lieber bei Amazon. Da gibt es dann wenigstens noch die Bücher, die ich lesen will.

      Denn eines vergessen hier viele. Der Leser bestimmt, was gekauft wird und wenn der Buchhändler das nicht führt, dann holt der Leser es sich eben woanders. Aber ist natürlich Ihr Laden…

      1. So zum ersten bin ich kein Buchhändler sondern ein Leser.
        Jana Wagenknecht das Print erscheint am 1.10 bei Oetinger sogar mit Sammelschuber. Marah Woolf geht es nur ums Geld, sie bekommt bei Amazon einen höheren Anteil als beim Verlag. An was anderes denkt die Frau nicht. Soetwas unterstützen sie? Ich hab auch mal ihre Bücher gelesen, bis ich gemerkt habe wie diese Frau tickt.

        1. Marah Woolf ist nicht die einzige Selfpublisherin, die ihre Bücher zunächst als E-Book selbst herausgibt, um es einige Zeit später über den Verlag zu veröffentlichen. Das ist mittlerweile absolut üblich und ich verstehe nicht, aus welchem Grund man das kritisieren sollte.
          Sie bekommt bei Amazon einen höheren Anteil als beim Verlag? Yeah, damit hast du vermutlich vollkommen recht. Allerdings liegt die Schuld an diesem Umstand wohl kaum bei ihr. Think twice, bevor du krude Schlussfolgerungen ziehst.
          Du liest ihre Bücher nicht mehr, seit du weißt, wie diese Frau tickt? Nun ja, ich nehme an, das kann sie verschmerzen. Aber wie tickt sie denn? Ist es frevelhaft, dass sie mit ihren Büchern Geld verdienen will? Warum? Es ist ihr Job. Sie lebt davon. Ist es frevelhaft, dass sie ausführt, Geschäftsfrau zu sein? Warum? Jeder, der mit seiner selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit seinen Lebensunterhalt bestreiten will, braucht einen gesunden Sinn fürs Geschäft.
          Was hat sie getan, das so falsch wäre? Einer Buchhändlerin, die behauptet, erst durch ihre und die Tätigkeit ihrer Kollegen hätte Marah Woolf Fans, den Kopf ein winziges Stück zurecht zu rücken?
          Es ist jedem, der sich dafür interessiert, bekannt, dass Marah Woolf sich ihre Fans, ihren Erfolg und ihre Popularität selbst erarbeitet hat. Weder Verlage noch Buchhändler waren daran beteiligt. Lediglich bei Amazon gab es für sie eine Chance, ihre Bücher zu veröffentlichen und zu verkaufen. Sie hat diese Chance genutzt und Erfolg gehabt. Der Verlag kam später und mit ihm auch die Buchhändler.
          Stellen wir uns also nochmal die Frage: Wem geht es nur ums Geld?
          Dem Verlag ganz sicher. Da ist nichts Schlimmes dran, der ist ein Wirtschaftsunternehmen.
          Dem Buchhandel ganz sicher. Auch in Ordnung. Der muss auch von seiner Arbeit leben.
          Der Autorin? Ja, auch der Autorin geht es ums Geld. Und selbst, wenn es ihr ausschließlich darum ginge, was ich nicht glaube, denn jeder, der es tut, weiß, wie schwer es ist, Bücher zu schreiben: Was in aller Welt ist so schlimm daran?

      2. Hallo Frau Wagenknecht,

        das liegt allerdings daran, dass Frau Woolf das nicht möchte. Durch die frühere Veröffentlichung und den Vertrieb des E-Books ausschließlich über Amazon (und auch als Self-Publisher gibt es da Möglichkeiten, die den stationären Handel nicht völlig ausschließen), wird der Leser ja gezwungen, den Titel bei Amazon zu kaufen.
        Da können die Buchhändler bellen so viel sie wollen, sie bekommen trotzdem keine Chance, dem Leser das Buch dann zur Verfügung zu stellen, wenn er es haben möchte. Zwangsläufig muss er dann an Amazon verweisen – oder auf die weitere Wartezeit von 5(!) Monaten. Und dass niemand, der ein Staffelfinale herbeisehnt, so viel länger warten möchte, da sind wir uns wohl alle einig. 🙂

      3. Vollkommen richtig.
        Aber wie sollen wir wissen, was die jeweiligen Leser in dem Bezirk der Buchhandlung lesen möchten, wenn sie nicht mal den Laden betreten oder den Buchhändlern sagen, dass sie lieber mehr vom Genre XY haben würden?

    2. Also ganz ehrlich, dass ist keine Art und Weise. Niemand hat Sie persönlich beleidigt und es geht ja nun nicht an, dass Sie so beleidigend werden!

    3. Armselige T / Armseliger T,
      in welchem Buchhandel konnte man Bookless oder die Mond-Saga von Marah Woolf erhalten bevor Marah auf Amazon eine Plattform fand auf welcher sie ihre ebooks veröffentlichen konnte? Also nicht erst seit 2017 wo das erste echte Verlagsbuch von ihr erschienen ist und die Buchhändler überhaupt bemerkten das es Marah Woolf gibt, sondern DAVOR also ab 2011. Richtig! In KEINER, weil kein Buchhändler bereit war von seinem hohen Ross zu steigen und einem Selfpublisher eine Tischecke für seine Bücher zu überlassen. Aber da war eine Marah Woolf auch noch unbekannt und für den Buchhandel deshalb uninteressant.
      Jetzt, wo viele Marah Woolf kennen und lieben, jetzt möchte natürlich jeder Buchhandel sie verkaufen, ist sie doch ein Kundenmagnet! Und jetzt sind die Buchhändler beleidigt, wenn Marah das 7. Buch ihrer Reihe ebenfalls dort anbietet, wo man auch die Bände 1-6 erhalten konnte.
      Liebe Buchhändler, ihr entfernt Marah Woolf von euren Tischen, auch gut, dann kaufen wir UNSERE Marah eben auf Amazon.

        1. Da hat jemand noch nicht bemerkt das er nicht der Nabel der Welt ist und daher nicht in der Lage ist anderen vorschreiben zu wollen, wann sie die Klappe halten zu haben.
          Würde „T“ über den Tellerrand (in diesem Fall über die Stadtgrenze) schauen, dann würde man nicht so stolz drauf sein, wenn tatsächlich in einer Buchhandlung in einer Stadt die Bücher zu finden waren.

          1. Stadtgrenze ähm ja ich fahre als mal gerne 100km um meine Lieblingsbuchhandlung zu besuchen. Meine Lieblingsbuchhandlung ist in Köln, ich selbst wohne an der Grenze zu BaWü ^^ xD

    4. Timo,
      das ist wirklich unter der Gürtellinie und damit disqualifizierst Du Dich vollends als ebenbürtiger Diskussionspartner und ernstzunehmender Buchblogger. Keine Ahnung, was Dir über die Leber gelaufen ist, aber du verhälst Dich wie ein trotziges Kleinkind, dem man den versprochenen Schokoosterhasen unter der Nase wieder weggezogen hat.

      Eine gesunde und sachliche Diskussion mit hitzigen Gemütern ist voll okay und lehnt auch keiner ab, aber Marah so persönlich und unverschämt anzugreifen und verbal zu beleidigen ist keine Grundlage.

      Nana

  3. Ich freue mich auch, dass der Ton hier nicht mehr so bissig ist, dafür bedanke ich mich. Ich kann auch verstehen, dass es nervt wegen eines Links angeschrieben zu werden, den es nur bei Amazon gibt. Aber das kann man der Person ja dann auch freundlich sagen.

    Das Problem bei uns Buchhändlern ist folgendes: Wir stehen nicht nur den Tag im Laden und arbeiten unsere Schichten ab, sondern wir sind auch Blogger, Rezensenten für Zeitungen, YouTuber und weil es in Deutschland nur zwei Schulen für den Buchhandel gibt, sind wir vernetzt in jede noch so kleine Buchhandlung, Verlag, Universitäten und allgemeinem Literaturbetrieb. So können wir alle zusammen arbeiten und Neuigkeiten verbreiten sich wie Zunder. Auch negative.

    Natürlich können Sie ebooks noch privat vertreiben, ich verteufel das auch nicht. Aber Verlage drucken nur, wo eine Nachfrage herrscht. Diese wird durch PR, Marketing und Leser gefördert. Das kann man alleine nicht schaffen, da braucht es einen Verlag, um auch Qualität zu sichern. Denn wie gesagt wurde, man kann auch ohne Bücher überleben. Daher sind die Kunden kritisch und kaufen nicht wahllos irgendwas, sondern holen sich auch gerne Rückmeldung oder sie sympathisieren mit dem Verlagsnamen.
    Hier betone ich gerne nochmal, dass viele Buchhändler auch in Verlage arbeiten.

    Amazon und Buchhandel, das muss sich nicht ausschließen. Viele bestellen auch dort, nur eben keine Bücher.
    Und ja, ohne Autoren könnten wir nichts verkaufen, das dürfte jeder verstehen. Bei 80.000 Neuerscheinungen im Jahr stört es wenig, wenn ein Autor nicht in einem Laden steht, der Platz für 40.000 Bücher hat.
    Und auch wenn keiner das hören will: Wenn man nicht gerade Funke, Rowling oder Sieger heißt, dann ist man in 10 Jahren Schall und Rauch, weil es immer sehr viel Neues gibt.
    Wenn aber Buchhändler mit einem sympathisieren, dann steht man auch in 15 Jahren noch als Geheimtipp im Regal.

    1. Man braucht einen Verlag um Qualität zu fördern? Mit Verlaub, das ist absolut falsch. Ich lese sehr viel und vornehmlich Thriller/Krimis. In diesem Bereich bringen Verlage kaum noch Qualität. Im Gegenteil, dort kommen mir so viel schlecht recherchierte Romane unter wie lange nicht mehr. Der Irrglaube ,dass nur Verlage Qualität liefern können, sitzt zu tief und führt bei mir dazu, dem Urteil von PR und Buchhändlerempfehlungen nicht mehr zu trauen.

    2. Falsch!
      Marah Woolf hat es ganz alleine geschafft von 2011 bis 2017 ihre Bücher bekannt zu machen und Leser zu gewinnen. Erst dann ist der Buchhandel auf ihren Zug aufgesprungen, weil ein Verlag das Potenzial in Marah erkannt hat und ihr eine Zusammenarbeit angeboten hat.
      Vielleicht sollte der Buchhändler um die Ecke mal von seinem hohen Ross steigen und statt 40.000 Verlagsbücher nur 39.950 Verlagsbücher in seine Regale stellen und dafür ein paar Selfpublishern die Möglichkeit geben ebenfalls in diesen Regalen zu stehen.

  4. Dieser weitere Artikel ist meiner Meinung nach absolut nichtssagend.
    Der Buchhandel versucht durch die verschiedensten Wege die Kunden in die Läden zu holen und sie stellen es dar, als ob das alles eh nicht gut genug sei und letztendlich zwecklos.
    Nicht nur sie sehen den Austausch zwischen Autoren und Leser, sondern auch alle anderen können diese im Internet sehen und tatsächlich auch lesen und verstehen und darauf reagieren.
    Wieso laufen Mainstream-Sachen denn gut? Ganz genau, weil es halt viele lesen! Ich finde daran nichts verwerflich und wenn man tatsächlich mal was unbekanntes in die Buchhandlung holt, ist es vom Verkauf her lange noch nicht so gut, wie die Mainstream-Bücher. Zudem legen auch die Verlage viel Aufwand in ihr Marketing und damit bekommen halt die Mainstream-Bücher Aufmerksamkeit. Glaub mir, es wird versucht breite zu zeigen, aber wenn sie sich nicht verkauft, ist es zwecklos.

  5. Frau Woolf, ich weiß gar nicht, warum mich Ihr Artikel von gestern sowie der von heute so emotional auf Hochtouren bringt. Vielleicht liegt es daran, dass Sie sehr arrogant schreiben und gerne doch lieber erfolgreich wären? Aber Moment, stimmt! Sie haben ja über eine Millionen Exemplare verkauft. Respekt. Trotzdem sollten Sie vorsichtig sein, wie Sie Ihre Meinung äußern. Wie oben bereits geschrieben: eine J.K. Rowling zum Beispiel würde sich niemals so äußern weil sie aus Überzeugung diese Bücher geschrieben hat. Sie scheinen einfach nur gern „fame“ sein zu wollen – ich würde es Ihnen gönnen aber unsympathische Menschen können es da sehr schwer haben. Hat denn ihr „internationaler Künstlername“ bereits was gebracht?

  6. Liebe Marah, ich liebe Deine Bücher ! Weiter so. – wo ich Sie kaufe spielt für mich keine Rolle. In der freien Marktwirtschaft muss jeder seine Nische finden. Ich liebe Buchläden ,aber auch die bequeme und schnelle Art des online Einkaufs. Im Übrigen ist es Dein gutes Recht, denen, die Dich unterstützt haben als Du noch weniger bekannt warst, jetzt da Du erfolgreich bist was zurück zugeben. Lass Dich nicht aufregen. Herzliche Grüße Deine Leserin Manu

  7. Liebe Marah, solange du weiterhin so tolle Bücher schreibst, bleiben dir deine Fans auch erhalten, egal über welche Plattform.
    An Diejenigen, die meinen, Marah Woolf wäre arrogant: Es gibt nicht viele Autoren, die sich so sehr um die Fans bemühen. Ob bei Facebook, Instagramm oder bei Leserunden. Marah gibt immer ihr bestes, möglichst vielen zu antworten. Das alleine ist ja schon ein Fulltime-Job. Dazu schreibt sie auch noch ihre Bücher, geht auf Messen und macht Autorenlesungen (Ich freue mich übrigens sehr auf morgen ). Hier wirkt sie immer so herrlich normal und gar nicht arrogant. Und dann wird man kritisiert, dass man seine Bücher auf Amazon veröffentlicht und dazu steht. Viel schlimmer noch, sie hat auch noch den Buchhandel selbst kritisiert. Das man bei soviel negativer Kritik auch einmal aus der Haut fährt ist jawohl ganz normal. Oder bleiben die Kritiker der beiden Blogeinträge immer ruhig. Die Bücher nicht mehr verkaufen zu wollen ist ja wohl sowas von kindisch und bringt keinem was.
    Im übrigen hat niemand darauf geantwortet, was passiert, wenn ein Kunde in eine solche Buchhandlung kommt und explizit danach fragt? Wird das Buch dann bestellt? Haben Sie sicherheitshalber etwas auf Lager? Oder sagen Sie dem Kunden, dass Sie keine Bücher mehr von der bösen Marah Woolf vertreiben?
    Da Frage ich mich dann, welche Bücher und Autoren noch auf Ihrer schwarzen Liste stehen? Das stärkt nicht gerade das Vertrauen der Kunden in die Buchhändler, dass eh schon angeknackst ist, da für meinen Geschmack immer nur das selbe empfohlen wird. Ich frage in den meisten Läden schon gar nicht mehr. Nach meinem Umzug habe ich jetzt eine neue Buchhandlung und hoffe inständig, dass die Mitarbeiter dort offener sind.
    Also liebe Marah, mach so weiter wie bisher und bleibe ehrlich. Dies war ja nicht dein erster kontroverser Blogeintrag.

  8. Ich finde den Ton der hier herrscht schon sehr gewöhnungsbedürftig. Klar ist, dass JEDER wirtschaftet und aus reiner Herzensgüte nichts zu verschenken hat und derjenige, der gerade auf der Verliererseite steht versucht, gegenzusteuern.
    Sicherlich ist „der Fehler“ hier nicht nur bei einer Partei zu suchen und auf einen Sachverhalt einzugrenzen.

    Hier wird an verschiedenen Fronten gekämpft, Übeltäter Onlinemarkt, Übeltäter schwindende Leser, Übeltäter Buchmarkt.

    Ich habe von den ganzen Stationen, Vorgaben, Einschränkungen und „Fesseln“ jeder betroffenen Partei keine Ahnung, daher lassen Sie mich als reinen Leser der Generation Y hierzu ein paar Worte sagen:

    Ich war als Kind stolzer Inhaber eines Bibliothekausweises, bis zu 12 Bücher wurden hier manchmal PRO WOCHE ausgeliehen. Kinderkrimis waren meinen Heiligtum, Spartenfremd wurde nur ausgeliehen wenn das Cover mich angefixt hat.
    Als Fast-Jugendlicher war lesen out, rumhängen an der Bushaltestelle und heimlich rauchen füllen die Freizeit. Gelesen wird nur im Unterricht oder als Vorbereitung auf die Klassenarbeit.
    Als Jugendliche/Azubi habe ich wieder gelesen. Vornehmlich Grusel und Horror. Je morbider desto besser. Aufmachung war wurscht, der Titel und der Klappentext waren immer ausschlaggebend. Immer Mängelexemplar aus der Kaufhalle, Flohmarkt und später dann online über Marktplätze für gebrauchte Bücher. Immer aus finanziellen Gründen, immer das Beste für das wenigste Geld.
    Als junger Erwachsener habe ich gar nicht gelesen. Jahrelang. Kein Interesse. Der Unterhaltungswert lag hier im chatten & surfen, sowie der Freizeitgestaltung in Gesellschaft außerhalb der eigenen 4 Wände.
    Dann, kurz vor den 30ern entdeckte ich durch familiären Input das digitale lesen, ausschließlich im Abenteuer und Fantasy Bereich. Ich habe seitdem nicht ein einziges Buch auf Papier gekauft. In der Beschaffungsphase bin ich jedoch ein Hybrid. Ich lasse mich durch Mundpropaganda und Bestsellerlisten inspirieren, stöbere auf Flohmärkten und Buchhandlungen, oder gebe wahllos online auf div. Portalen Schlagwörter ein um die Trefferliste durchzugehen. Genauso spicke ich in Buchforen was da gerade so heiß diskutiert wird.

    Quintessenz?
    1. Mir ist es egal, WO ich das Buch kaufe. Hauptsache ich habe es. In digitaler Form. Das war beispielsweise Anfang 2017 in diversen Buchläden (noch) nicht möglich. Hier geht es um Bequemlichkeit und Effizienz und derjenige der mir dieses Bedürfnis erfüllt, erhält den Zuschlag.
    2. Geschmäcker ändern sich. Punkt. Vollumfassend in Aufmachung, Sparte oder Art des Kaufens und lesens.

    Mein persönlicher Eindruck der Generation „Nichtleser“ ist und ich denke da stimmen wir alle überein, schwer in Worte zu erfassen. Wie vermittelt man dieser Generation, was sie verpassen wenn sie nicht lesen? Das Bücher ALLES an Unterhaltung bereithalten und einen so ergreifen können, dass man sich noch tagelang nach Buchende damit befasst und auseinandersetzt?

    Die ganze Unterhaltungsindustrie ist doch stetig im Wandel. Früher war es das Radio vor welchem man Stundenlang saß, heute sind es „klick bis der Finger wund wird“-Spiele, social media und ein Kino- und Fernsehprogramm welches kaum noch Tiefgang und Storyline hergibt.

    Die Generation „Nichtleser“ scheint hier den Qualitätsmaßstab anders anzusetzen und mag es eben, wenn Kampfszenen 45minuten andauern. Oder im TV schlecht gespielte Formate laufen welche inhaltlich selten über „wer hat mit wem und warum und generell gibt’s gleich auf die Fr*sse“ hinausgehen. Die Unterhaltung ist so seicht geworden, dass man nebenher ganz prima andere Sachen online machen kann. Die müssen natürlich auch seicht sein, damit man die seichte Storyline nicht verpasst. Außerdem muss man hierbei nicht aktiv werden.

    Lesen bedeutet, aktiv etwas zu machen. Hier könnte man etwas verpassen, während man das tut. Die Prioritäten innerhalb der persönlichen Freizeitgestaltung und Unterhaltung haben sich schlicht verschoben. Und wenn man sich in seiner eigenen Stadt ein bisschen umschaut merkt man, dass Kleingewerbe, Kultur und Subkultur genauso davon betroffen sind.

    Nichts, aber auch gar nichts ist so beständig wie die Veränderung.

    Vielleicht, aber auch nur vielleicht wird das Lesen in Zukunft ein Nischenprodukt. So wie das „aktive“ Radiohören heute eines ist.

  9. Ich habe jetzt wirklich in beiden Artikeln sehr viele Kommentare gelesen um die verschiedenen Meinungen zu durchdenken.
    Aber ein Kommentar wie der von T. ist unter aller Sau. Viele gehen schon unter die Gürtellinie aber das ist sowas von respektlos. Worte wie „armselig“, „niedere Autorin“, und „ekelhaft“ zu benutzen ist wirklich anstandslos.
    Ich bin wirklich Fan von Marah und Ja, auch ich fand im ersten Artikel den Ton recht scharf. Aber sie damit als arrogant einzustufen ist recht oberflächlich, denn auch dem liebsten Menschen reißt irgendwann die Hutschnur. Und viele von euch kennen sie doch gar nicht weiter – mich eingeschlossen.
    Doch auf Marahs Leistung kann sie ruhig stolz sein.. das darf man doch ruhig erwähnen.
    Um mal auf den Punkt einzugehen „ihr sei egal, was die Leser denken“ : Warum erkundigt sie sich denn so intensiv nach der Meinung der Leser auf z.B Lovelybooks.de ? Dort herrscht ein reger Austausch zwischen ihr und den Fans und es wirkt, als nehme sie sich die Kritik sehr zu Herzen.
    Ob „arrogant, oder nicht: Solche Worte wie von Ihnen, T., sind sehr verletzend und weisen auf eine fragwürdige Erziehung hin… Ich hoffe, sie überdenken mal Ihre Ausdrucksweise.

    Man sollte auch mal beim Thema bleiben und die Kirche im Dorf lassen.

    1. Wenn Marah Woolf soetwas (https://www.google.de/amp/s/mobil.stern.de/amp/wirtschaft/job/amazon-am-pranger–urin-flaschen-statt-pinkel-pausen-7945642.htm)
      unterstützt ist sie eine niedere Autorin. Zudem hat sie schon zahlreich Blogger öffentlich im vergangenen Jahr beleidigt. Mancher Blog wurde als Arogant oder Unfähig abgestempelt, zudem hat sie von sich gegeben Diversität in ihren Büchern nur einzubauen, wenn es sich besser verkauft. Das ist einfach nur ekelhaft was diese Frau von sich gibt. Vielleicht sollten sich die Fangirls mit diesem Exemplar von Autorin näher beschäftigen.

      1. Lieber Timo,

        ich bin wirklich geduldig, aber noch so ein paar so unqualifizierte Bemerkungen und ich blockiere dich. Wir kennen uns nicht persönlich und nun möchte ich Dich auch gar nicht mehr kennenlernen. Du bist ein junger Mann, der sich meint hier austoben zu müssen und es ist durchaus möglich, dass es Leser gibt, die denken Du wärst Buchhändler – das wirft ein sehr schlechtes Licht auf die Branche, denn du bist „nur“ ein Blogger, der von mir keine Rezensionsexemplare bekommen hat. Scheint dich tief getroffen zu haben. Geh bitte woanders hin zum Spielen oder poste wenigstens unter Deine richtigen Namen.

        Marah

        1. Frau Woolf ich habe nie bei ihnen ein Rezensionsexemplar angefragt Aber wenn jemand solche Aussagen wie sie loslässt sage ich ihnen meine Meinung, ich kann das gerne auch über meinen Blog machen. Selbst bei Oetinger will ich keins von ihren Büchern Zeigt wieder wunderbar ihre Arroganz.

      2. Lieber t.
        Da haben Sie vollkommen recht .
        Diese hochgestochene und eingebildete Art und Weise der Frau Woolf geht garnicht.
        Ich für mein Teil werde diese Bücher nicht mehr kaufen und auch jedem davon abraten!!!
        Sie lebt von uns (die Käufer ) ,und dann so etwas tzz!!

  10. Oh Gott..
    bei manchen Kommentaren mag ich eigentlich schon fast weinen.
    Da sagen wir alle, dass wir Bücher lieben, egal ob Blogger, Buchhändler oder einfach nur Leser und dann geht das hier ab wie Schmitz Katze..
    Das ist traurig.
    Ich kenne und liebe Marah Woolfs Bücher seitdem der erste Teil der Mondlichtsaga erschienen ist und das liegt nicht am Buchhandel.
    Ich gehe gern in die Buchhandlung zum Stöbern ABER es gibt Bücher, die bestelle ich bei den Autoren direkt oder hole meine EBooks beim großen A.
    Wenn hier jetzt Buchhandlungen schreien, dass sie alle Bücher von Marah Woolf aus dem Sortiment entfernen ist das in meinen Augen ziemlich dumm. (Entschuldigung.)
    Seit Jahren sammeln sich die Fans von Emma, Calum und all den anderen und das ohne, dass Buchhändler die Bücher verkauft haben.
    Ich denke, dass hier niemand das Recht hat sich aufzuregen, weil Marah Woolf mit ihren Büchern Geld verdienen möchte.

    1. Das stimmt so nicht, es gibt Buchhändler die sogar ihre SP-Werke ausgelegt haben. Z.B die Buchhandlung Ludwig in Köln hat ein ganzes Marah Woolf Regalfach. Es ist jederzeit möglich Prints in eine Buchhandlung zu bestellen wenn Frau Woolf das ganze zugänglich für die Buchhandlung macht. Bsp über BoD.
      @Marah Woolf Daran ist nichts unqualifiziert, das ist die Realität.

  11. Es ist vieles richtig, was Sie schreiben. Und wir haben Ihre Bücher im Übrigen auch vorrätig und daran wird sich aufgrund Ihres Artikels auch nichts ändern. Die Branche muss sich ändern, das ist das den meisten auch klar.

    Aber ich reibe mich an Amazon aus vielen Gründen, die in den Medien eigentlich schon breit genug getreten wurden.

    Dabei gibt es auch für Selfpublisher Alternativen, die sowohl in D. normal versteuert werden, bessere Arbeitsbedingungen bieten und dabei sogar den Autorinnen mehr mögliche Vertriebswege eröffnen.

    1. Dankeschön Bernd für Dein Statement. Darum biete ich mittlerweile meine Bücher eben auch über BOD an. Leider ist für mich dort nicht nachvollziehbar, ob der Handel auf Nachfrage dort auch bestellt und es gibt natürlich einen Grund, weshalb ich mit dem Projekt GötterFunke zum Verlag gegangen bin. Jeder, der sich ein klitzekleines bisschen informiert, kann sich leicht ausrechnen, dass sich da Projekt im SP deutlich besser rentiert hätte. Aber die Mühe macht sich ja kaum jemand.

  12. Ich finde diese ganzen Diskussionen so schade…. Es ist wirklich verschwendete Zeit… Und es scheint keiner sich mehr die Zeit zu nehmen um deine Beiträge wirklich zu lesen und auch einmal einen Schritt zur Seite gehen und die Sache aus verschiedenen Blickwinkel zu sehen………

    Ich meine, wir sollten uns alle mal besinnen um was es wirklich geht:

    Um das geschriebene Wort. Um die Geschichten die wir lieben. Die alten, die uns so bekannt sind und in die wir immer wieder gerne abtauchen. Die neuen, die es zu erkunden gilt und die wir alle mit einer Kindlichen Neugierde durchforsten wollen. Um die wundervollen Autoren die sich neue Welten für uns ausdenken, durch die wir die Realität begreifen oder uns ihr entziehen können für eine kurze Zeit.

    Es geht über Bücher. Egal in welcher form. Oder wie sie geschrieben wurden. Ich mein, hat sich damals jemand aufgeregt als die Autoren anfingen auf dem Computer ihre Welten fest zu halten? Hat sich damals jemand für die ganzen Füllfeder Hersteller eingesetzt oder für die, die Notizbücher gebunden hatten? Ich denke nicht. Es ist einfach der FORTSCHRITT der Menschen. Alles ändert sich.

    Und sein wir mal ehrlich? Durch die ganzen Diskussionen, diese verschwendende Energy, diese mühe um streit und Debatten die sowieso keiner gewinnen kann, dadurch verlieren wir einfach nur Zeit für unsere Geschichten. Für die die wir kennen und lieben gelernt haben, und für die die wir noch nicht kennen und von denen wir noch nichts wissen.

    Und ob das Buch jetzt mit einem Kuli geschrieben wurde, mit einer Feder, auf Papier – Papyrus oder einem Computer, ob es nun bei Thalia gekauft, Amazon bestellt wird, ausgeliehen wird, ausgeborgt wird oder einfach Irgendwo als ebook geladen wird, ist doch egal?!?! Es geht um die GESCHICHTEN. Es geht um DIE WELTEN die es zu erobern gilt. Egal in welcher form.

    Vielleicht leidet ein Handel darunter, ein Verkäufer, oder was weiss ich. Was mir natürlich leid tut. Aber es ist nun mal der Wandel der Zeit. Alles ändert sich. Alles wird anders. Und nur weil einige lieber dort einkaufen gehen als da, sollen wir anders oder gar schlechter sein? Es sind die Selben Geschichten, die selben Welten. Veränderungen sind doof, ich selbst habe große Angst vor Veränderungen und würde sie am liebsten komplett meiden. Aber manches kann man nicht aufhalten. Manches tut weh. Manches ist besser, manches ändert sich vl zum schlechten. Das kann man vorher alles nicht sagen, nicht wissen.

    Aber im Grunde vergessen alle um was es wirklich geht : Bücher und ihre Geschichten die sie uns erzählen wollen.

    Ich kann das ganze und den ganzen „Hype“ und „haterei“ gar nicht verstehen…

    ICH MAG DICH MARAH. Und ich LIEBE DEINE BÜCHER. Und ich liebe ALLE BÜCHER.

  13. Danke liebe Christine – auch an alle anderen, die sachlich diskutiert haben (von beiden Seiten!). Du hast Recht: Der Wandel hat schon lange begonnen, das ist einfach so. Nicht nur in der Buchbranche. Ich bin da auch über einige Entwicklungen traurig, andere hingegen können sich auch als Segen erweisen.

    Marah, konzentriere dich einfach auf dich selbst und deine Geschichten. Die letzten Jahre haben es doch gezeigt, dass es für dich der richtige Weg war.

    Wünsche ein sonniges Wochenende!

  14. Hmmm … also ich hab mich die letzten Tage mal so durch die Kommentare gelesen (nicht alle, aber die meisten) und bin daher auch auf den Link zu genialokal.de gestoßen. Ich habe letzte Woche insgesamt 4 Print-Bücher gekauft (direkt bei den Autoren) und keines dieser vier Bücher gibt es dort zu kaufen. Weder als eBook noch als Print.
    Von den Buchhandlungen vor Ort will ich gar nicht reden. Vor drei oder vier Jahren habe ich mal ein paar Print Bücher bestellen wollen, war alles nicht möglich (waren halt SP-Titel).

    Warum soll ich noch in die Buchhandlung vor Ort gehen (mal abgesehen davon, das es auch ne Kette ist) wenn ich das was ich kaufen will, da eh nicht bekomme? Wenn noch nicht mal aus meinem Lieblingsgenre irgendein Buch vor Ort ansehbar ist? Wie soll ich dann von den Buchhändlern Empfehlungen bekommen, die zu mir passen? Dann verlasse ich mich lieber auf die Empfehlungen in entsprechenden Facebook-Gruppen. Noch so eine böse Firma, ich weiß. Aber 90% der Autoren, die ich aktuell lese, kenne ich von da. Und ja, diese verkaufen ua. über Amazon. Die Kleinverlage bieten übrigens sehr wohl eBooks für Tolino oder Kindle an und da DRM zum Glück immer mehr auf dem Rückzug ist, ist auch eine Umwandlung – Calibre sei Dank – überhaupt kein Problem.

    Meine EBooks kaufe ich zu großen Teilen bei Amazon, ja so sind sie einfach am schnellsten / einfachsten auf denn Reader. Meine Prints kaufe ich IMMER beim Autoren persönlich, auf Messen, auf Lesefestivals/Lesungen oder eben als Bestellung. (Ich war im übrigen am Wochenende auf einem Lesefestival, in einem netten Café, mit Verkaufstischen von einem Kleinverlag, war toll und so ganz ohne Buchhandlung)

  15. Liebe Marah Woolf,
    zuerst einmal vielen Dank für deine Geschichten. Sie bereichern den Alltag deiner Leser und nebenbei bemerkt auch das kulturelle Erbe unseres Landes.

    Deine Bücher / Buchverkäufe demonstrieren zudem, dass:
    1. Viele Menschen bereit sind, für Bücher (auch ebooks oder Hörbücher) Geld auszugeben.
    2. Dies gilt insbesondere auch für die vielgescholtene junge Generation.

    Um mich eines, zugegeben etwas plakativen Vergleichs zu bedienen, besteht die Kritik maßgeblich an deiner Entscheidung, deine Waren nicht auf den städtischen Marktplätzen feilzubieten, sondern auf einem Marktplatz außerhalb der Stadt, wo dir der Marktbetreiber bereitwillig einen Platz angeboten hat und zudem attraktiv geringe Platzgebühren verlangt.
    Aus meiner Sicht eine vollkommen nachvollziehbare unternehmerische Entscheidung, die im Normalfall auch keinen „gejuckt“ hätte.

    Das Problem: Du bist erfolgreich und den etablierten städtischen Markbetreibern entgeht gewohnter Profit, vor allem, weil sich immer mehr Produzenten entscheiden, außerhalb der Stadt zu verkaufen.
    Was jetzt folgt, (und dies bestimmt auch die Diskussion dieses Blogs) sind Schuldzuweisungen. Ein typischer Reflex. Anstatt die Situation zu analysieren und auch eigene unternehmerische Fehler als Gründe der veränderten Lage zu erkennen, werden Feindbilder geschaffen.
    Ganz oben auf der Liste der „Staatsfeinde“: der Beelzebub Amazon. Gerade im Kontext der Buchpreisbindung bizarr und auch peinlich, da die Preisbindung beweist, dass es hier nicht um Kosten, sondern um Service und Kundenzufriedenheit geht.

    Autoren, die mit dem Feind Geschäfte machen (so wie du) werden als Kollaborateure gebrandmarkt, oft herabgesetzt oder beleidigt und teilweise sogar bedroht.
    Das macht mich traurig.

    Die Realität ist m.E. jedoch: Gäbe es Amazon nicht, gäbe es vielleicht auch deine und viele andere wundervolle Bücher nicht, da das etablierte „Kartell“ es dir und anderen nicht ermöglicht hätte bzw. hat.
    Daher sollte man Amazon eher dankbar sein. Auch der Buchhandel, denn der profitiert jetzt von ihrem Erfolg, ohne an diesem ursprünglich beteiligt gewesen zu sein.

    Mir ist klar, dass die Thematik komplex ist und sich nicht in einem Blogkommentar abhandeln lässt. Dies ist auch nicht meine Intention. Mir geht es mehr um „Haltungsfragen“. Die Debatte scheint mir überwiegend von negativen Emotionen wie Unzufriedenheit, Neid und Wut geprägt zu sein.
    Für eine Branche im Umbruch, die mit den (teilweise verschlafenen) Folgen der Digitalisierung zu kämpfen hat, keine gute Grundlage.

    Es geht darum, die Zukunft zu gestalten und dafür sind Qualitäten wie Ideenreichtum, Weitsicht und Mut erforderlich.
    Mich würde es freuen, wenn die Buchbranche zukünftig mehr mit diesen Tugenden in Verbindung gebracht werden würde.

    Ich hoffe, dass du noch viele Bücher schreibst und wünsche weiterhin viel Inspiration und Lust am Schreiben.

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