Die Engel sind fast da !!!!

Ihr Lieben – es ist soweit, das E-Book für die Engel ist hier vorbestellbar. Wie immer zuerst nur bei Amazon. Dafür wird es das Print aber ab dem 01.10. überall geben, so dass ihr es auch beim Buchhändler eures Vertrauen bestellen könnt. Ich bin wirklich gespannt, wie euch Moons Geschichte gefällt und verspreche, ihr müsst auf die beiden Folgeteile nicht allzu lange warten – nur, diese müssen geschrieben werden und Qualität braucht etwas Zeit ;-).

Frankfurter Buchmesse 2018

Die Frankfurter Buchmesse rückt näher und näher :-). Damit ihr auch wisst, wo ihr mich finden könnt, poste ich hier mal meinen Messeplan. Wie ihr seht, bin ich dieses Jahr nur am Samstag und Sonntag vor Ort – ihr könnt aber zu jedem Termin eure Bücher zum Signieren mitbringen und von mir gibt es natürlich eine kleine Überraschung. Bis dahin hat der ein oder andere ja vielleicht auch schon mein neuestes Werk „Rückkehr der Engel“ gelesen und kann mir sagen, wie er es findet. Ich freu mich auf euch.

„Ein Mensch ohne Bücher ist blind“

Heute habe ich mal ein besonderes Anliegen an euch. Ich finde es ja schon traurig, dass immer weniger Kinder lesen, weil sie nicht wissen, was ihnen entgeht. Noch trauriger ist es, dass auch in der Schule immer weniger gelesen wird. Obwohl man bei den paar Bücher, die sie noch lesen, mal überdenken könnte, ob die zeitgemäß sind, aber das ist ein anderes Thema und ein zu weites Feld (eure Meinung interessiert mich trotzdem.)

Wer von euch also auch glaubt, dass Kinder Bücher zum Großwerden brauchen, den bitte ich, hier zu unterschreiben und den Beitrag zu TEILEN. Es handelt sich um eine Aktion der wundervollen Autorin Kirsten Boie, deren Bücher meine Kinder geliebt haben und lieben und wir freuen uns über jede Unterstützung. Denn „Nix“ ist schlimmer als eine Kindheit ohne Märchen, Fabelwesen, Fantasie und Büchern unterm Kopfkissen.

Zur Petition geht es hier.

Kindledeal des Tages

Guten Morgen ihr Lieben,

ich bin ganz erholt aus dem Urlaub zurück und schreibe fleißig an meinem Engelroman. Wie immer in der Endphase habe ich leider wenig Zeit für Socialmedia, also nicht böse sein, wenn ich nicht immer gleich antworte oder reagiere. Lesen tue ich alles von euch ;-).

Heute habe ich ein kleines Montagsschmankl. Wer mein Emma C. Moore Buch „Timing is everything“ noch nicht kennt, der kann heute zuschlagen. Es kostet im Kindletagesdeal nämlich nur 1,19 €. Ich liebe die Geschichte von Fanny und Jace ja sehr und wünsche mir, dass ihr euch auch in die beiden verliebt :-). Ganz viel Spaß beim Lesen. Und hier geht es zum Buch.

PS: Habt ihr in den nächsten Tagen Lust auf eine Leseprobe zu „Rückkehr der Engel“ oder wollt ihr euch überraschen lassen?

Romance oder Fantasy

Heute möchte ich mal über etwas Persönliches schreiben – nämlich über die Frage, warum ich schreibe, was ich schreibe. Immer wieder werde ich gefragt, weshalb ich nicht einfach nur Fantasy schreibe und da am Besten jeden Monat ein Buch veröffentliche ;-). Das ist leider etwas utopisch.

Timing is everything

Mit dem Schreiben ist das schließlich so eine Sache. Es braucht Inspiration, Geduld, Muße und Fleiß. Nun kann sich bestimmt jeder denken, dass es viel mehr Inspiration braucht um epische, mehrteilige Fantasygeschichten zu schreiben, als einen Liebesroman.
Liebesromane sind in der Regel einfach nicht so komplex, weil sie ja hauptsächlich unser Leben wiederspiegeln – nur natürlich mit mehr Drama. Aber Dramen sind leichter zu schreiben, als ganze Welten zu erschaffen.

Ich brauche zwischen meinen fantastischen Ausflügen immer mal wieder Bodenhaftung in der realen Welt und es macht schon Spaß, wenn eine Geschichte einfach so aus den Fingern fließt. Und das ist eben der Grund, weshalb ihr immer mal eine „Nur“-Liebesgeschichte von mir bekommt, die ich natürlich mit genauso viel Herzblut schreibe, wie die Geschichten von Emma, Eliza, Jess und Lucy.

Nun mache ich mich aber an meine Engel. Vor zwei Wochen war ich dafür mit meiner Familie extra in Venedig um die Schauplatz persönlich zu begutachten und bin mit ganz vielen Inspirationen zurückgekommen. Den ersten Teil um Moon und die himmlischen Heerscharen sollt ihr noch in diesem Herbst zu lesen kriegen. Es wird ein bisschen düsterer als Avallach und Leylin aber trotzdem sehr romantisch ;-). Bestimmt gibt es in den nächsten Wochen schon mal eine kleine Leseprobe. Wie findet ihr denn das Cover?

Schreibt mir doch einfach mal, was ihr lieber von mir lest oder ob es im Grunde ein bisschen egal ist :-). Das wäre mir natürlich am Liebsten.

Timing is everything

Vor zwei Jahren habe ich unter meinem zweiten Pseudonym „Emma C. Moore“ das Buch „Finian Blue Summers“ herausgebracht. Es war ein absolutes Herzensprojekt für mich, auch wenn es bei euch durchaus etwas umstritten war ;-). Die LeserInnen, die das Buch kennen, wissen, was ich meine.

Heute erschien mit „Timing is everything“ wieder ein Liebesroman und ich kann euch aber versichern, dass diese Liebesgeschichte zwar auch dramatisch und aufwühlend ist, euch aber zum Schluss glücklich zurücklassen wird. Auch diese Geschichte ist wieder etwas ganz Besonderes, weil es schon ein Unterschied ist, ob man in fantastischen Welten mit der Liebe spielt oder in der realen.

Im Zuge der Veröffentlichung habe ich mir viele Gedanken zum Konzept gemacht. Ich möchte in diesem Stil gern mehrere Bücher schreiben, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, aber doch zusammengehören. Zu diesen Büchern muss natürlich zuerst das Cover passen und deshalb habe ich die „Verpackung“ und die Titel noch mal überdacht. Herausgekommen ist eine frischere und bunte Coverkombination mit englischen Titeln, die ich sehr, sehr liebe und die hoffentlich auch unter euch viele Anhänger finden wird. Hier seht ihr schon mal, was ich noch mit euch vorhabe ;-).

Für die Liebhaber des alten Cover wird es aber in Kürze eine Hardcover-Sammelausgabe geben, auf die ich auch schon gespannt bin.

Viel länger will ich euch auch gar nicht aufhalten :-). Ich gehe jetzt mit meiner Tochter ins Kino, schließlich ist ja Kindertag. Wir schauen „Letztendlich sind wir dem Universum egal“. Ich feiere damit natürlich meine Veröffentlichung und hoffe, dass Fannys Geschichte eure Herzen erobert. Bitte schreibt mir unbedingt, wie ihr euch an Fannys Stelle verhalten hättet und ob ihr sie versteht und welches euer Buch für den Tag des Weltunterganges wäre.

Ich wünsche euch einen schönen Freitagabend.

Eure Marah

Happy Releaseday und Good bye

Heute Nacht um Punkt null Uhr ist nun endlich „FederLeicht. Wie ein Funke von Glück“ erschienen. Damit geht für mich praktisch eine Ära zu Ende.

Ich habe mir extra den 1. Mai ausgesucht, damit ihr den ganzen Tag Zeit zum Lesen habt und ich habe bei Zeus suboptimales Wetter bestellt, damit ihr nicht raus müsst 😉. Ich hoffe wirklich, dass euch das Ende der Geschichte mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurücklässt.

Ich wünsche euch jetzt schon mal ganz viel Spaß und vergesst nicht, mir zu schreiben, wie ihr diesen Teil fandet. Damit verlassen wir nämlich vorerst Leylin und Avallach 😢😢😢. Das „vorerst“ hat nichts zu bedeuten ;-).

Die Hardcorefans können sich natürlich noch auf die HC-Ausgaben freuen, für die es im Oktober dann sogar einen Schuber geben wird.

Ich danke euch von ganzem Herzen, dass ihr meiner Welt rund um Emma, Calum, Eliza und Cassian all die Jahre treu geblieben seid und freue mich natürlich, wenn ihr diese nun ganz vielen anderen lesebegeisterten Freundinnen empfehlt. 😘😘😘😘😘😘😘

Meine Tochter hat mir gegen die Traurigkeit einen Schokokuchen gebacken, den ich gestern schon fast aufgegessen habe. Kinder können so wundervoll sein, wenn sie wollen. Dafür musste ich ihr versprechen, als nächstes ihre Lieblingsgeschichte zu schreiben. Ich verrate aber nicht, welche das ist. Ich sage nur schon mal, ihr könnt euch auf viele neue Welten und Abenteuer freuen.

Für manche ist Konfetti offenbar schwarz-weiß

Nach meinen Blogartikeln der letzten Woche, war die Aufregung groß und in diesem Zuge wurde ich vom Börsenblatt gebeten, einen Artikel zu besagtem Thema zu verfassen. Eigentlich wollte ich das nicht, aber es bringt ja nichts, das Thema tot zu schweigen, weil dann nur alles so bleibt, wie es immer war.

Ich denke, Einigkeit herrscht darüber, dass ein Buch ist ein wunderbares Gut ist. Ein Buch kann uns dahin entführen, wohin wir nie kommen, es kann unbequem oder gemütlich sein. Es kann uns einen Weg weisen oder verrückt machen und vor allem, es kann neben uns auf dem Nachtisch liegen und uns beim Einschlafen zuzwinkern. Ja, wir haben viele Leser verloren, aber sie sind noch da draußen – nur haben sie die Begeisterung für das Buch verloren und diese müssen wir ihnen zurückbringen. Ich habe mir die Freiheit genommen, mir dazu laut Gedanken zu machen. Meine wichtigste Erkenntnis: Diese Herkulesaufgabe ist nur gemeinsam zu stemmen.

In diesem Sinne hoffe ich nun auf einen fruchtbaren Austausch aller Beteiligten und wen der Artikel interessiert, für den geht es hier entlang.

Konfetti – Klappe die Zweite

Ich habe seit um sechs Uhr wirklich versucht, auf alle Kommentare zu antworten, aber das gestaltet sich etwas schwierig, weil ich mich auch zu oft wiederhole, deshalb noch mal ein Artikel zu meiner gestrigen Ausführung.

Mir war natürlich klar, wie kontrovers das Thema diskutiert werden würde und genau das wollte ich auch erreichen. Die Mail der Buchhändlerin war nämlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich bin nun seit zwei Jahren in der Buchhandelsszene unterwegs und bilde mir ein, keinen Durchblick, aber immerhin einen Eindruck zu haben, wie die Branche tickt. Und gerade läuft die Uhr nicht sonderlich rund, worunter wir alle zu leiden haben: Autoren, Buchhandel, Verlage und deren Mitarbeiter, Agenturen und ja, auch die Leser. Und genau auf diesen Aspekt wollte ich gern aufmerksam machen. Natürlich weiß ich auch, wie viele engagierte BuchhändlerInnen dort draußen unermüdlich daran arbeiten um Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen das Lesen wieder schmackhaft zu machen und darüber bin ich, zuerst als leidenschaftliche Leserin dankbar.

Ich bedanke mich hier auch ausdrücklich bei meinen Lesern und Kollegen, die meinen Artikel begrüßt haben. Das bedeutet mir sehr viel, denn es zeigt, dass ich mit meinen Überlegungen nicht allein dastehe. Denn leider gehört zu meinem Eindruck auch, dass es sehr viele AutorInnen gibt, die Angst haben, etwas zu sagen oder gar zu fordern, weil sie dann eben keine Verträge mehr bekommen oder nicht mehr in den Regalen der Buchhandlungen stehen, ein Schicksal, dass mir jetzt wahrscheinlich blüht ;-). Aber Leute – die AutorInnen sind die, die euer Geschäft erst möglich machen. Ohne uns, die die Geschichten erzählen, gäbe es den Rest der Branche gar nicht. Also finde ich es nicht zu vermessen, zu erwarten, sich mal mit uns auszutauschen.

Um es noch mal deutlich zu machen. Es handelte sich bei dem von mir geposteten Link um ein E-Book. Ein E-Book, dessen Rechte bei mir liegen, selbst wenn ich also gewollt hätte, hätte ich keinen Link zum Verlag posten können. Aber darum ging es mir gar nicht. Ich wollte nur mal laut darüber nachdenken, was wir alle zusammen anders machen können und deshalb müssen jetzt nicht unzählige Selfpublishingtitel in den Regalen landen.
Aber wir können uns nicht vor lauter Angst wegducken und einfach alles so lassen, wie es immer war. Ich habe auch Angst, das ist heute wohl ganz normal. Auch ich weiß nicht, wie meine Zukunft als Autorin aussieht und deshalb muss ich, wie jeder andere versuchen, mit den veränderten Bedingungen zurechtzukommen. Ich will ja auch nicht sagen, dass früher alles doof und heute alles besser für die Autoren ist, weil es Amazon gibt. So ist es ganz und gar nicht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Amazon die Autoren irgendwie weiter knebelt.

Aber vielleicht noch ein Gedanke: Früher war es den Lesern unmöglich oder recht schwierig, mit ihren Lieblingsautoren zu kommunizieren. Das ging im Grunde nur über Briefe. Damit wusste ein Autor gar nicht, wie seine Leser eigentlich ticken. Er musste sich auf das Feedback der Buchhändler und der Verlage verlassen. Heute stehen wir Autoren direkt mit unseren Lesern in Kontakt und dieser direkte Kontakt ist etwas, auf das es sich genauer zu schauen lohnt. Denn dieser rege Austausch bedeutet natürlich, dass Autoren sehr genau wissen, was die Leser sich wünschen, wollen und gern lesen.
Wir reden hier von einer Generation von Nichtlesern, die auf uns zurollt, eben weil sie ihr Zeit lieber mit Instagram, Netflix und Co. verbringen. Weshalb nutzen wir diese Medien dann nicht gezielter für uns? Irgendwann sind die Omas und Opas, Mütter und Väter, die heute noch Bücher kaufen ausgestorben. Je früher wir uns alle zusammen Gedanken machen, wie wir mit der Situation umgehen umso besser sind wir für diese Zukunft gerüstet.

Und ich meine jetzt nicht um mit den Worten einer der Kommentatorinnen zu sprechen, dass sie in ihren Läden nur noch „Mainstreamscheiße a la Mara Wolf“ verkaufen müssen und ich habe auch kein Geheimrezept für einen Wandel. Aber es kann nicht so bleiben, wie es schon gestern war.

PS: Ich kaufe meine Bücher übrigens sehr gern bei www.geniallokal.de. Einmal anmelden, Lieblingsbuchhandlung raussuchen und so bequem wie bei Amazon einkaufen.
Das war jetzt mein abschließendes Statement und den Schuh kann sich übrigens jeder anziehen, wenn er passt oder eben nicht.

Du musst dir schon selbst Konfetti in dein Leben pusten – Hilfe zur Selbstanalyse der deutschen Buchlandschaft

weil es nur eine Frage der Zeit war, bis mich so ein vorwurfsvoller Brief erreicht, antworte ich einmal öffentlich darauf, damit nicht noch andere Beteiligte sich die Mühe machen müssen. Zeit ist schließlich auch Geld.

Sehr geehrte Frau Woolf,
ich schreibe hier einmal als Fan der Götterfunke-Trilogie, aber auch als Frau mit einem vom Aussterben bedrohten Beruf: Buchhändlerin! Erst einmal war ich sehr begeistert von Götterfunke und empfehle es jeder Kundin, die eine schöne romantische Abenteuergeschichte sucht. Leider kommen immer weniger junge Leute in die Buchhandlung, was auch viel am Onlinehandel liegt, vor allem aber an Amazon. Daher kann ich es überhaupt nicht gutheißen, dass Sie als Autorin auch noch Werbung für Amazon machen! Ich habe soeben den Post für den letzten Teil von „Federleicht“ gesehen, auf dem Sie direkt auf Amazon als Bestellmöglichkeit hinweisen. Auch wir im Buchhandel können unseren Kunden das Buch vormerken und wenn Sie einen Link posten möchten, dann bitte doch den vom Verlag, in dem Ihr Buch erschienen ist. Ich weiß, dass Sie sicherlich über Amazon großen Absatz mit Ihren Büchern machen, aber wir Buchhändler machen Leser zu Fans. Wir sind es, die unbekannte Autoren durch Empfehlungen an Kunden bekannt machen. Wir legen Bücher ans Herz und nicht nur in den Versandkarton! Ich bitte Sie, dies einfach mehr zu berücksichtigen und sich vielleicht eher für den stationären Handel stark machen und nicht für Amazon. Oder gehen Sie etwa nicht gern in die Buchhandlung um die Ecke und stöbern stundenlang durch den Laden?

Liebe Buchhändlerin,

ich schreibe hier als Liebhaberin des geschriebenen Wortes, die durchaus das Engagement aller Beteiligten zu schätzen weiß und ich möchte auch kein Blatt vor den Mund nehmen, denn wir sind ja unter uns und Sie haben es ja auch nicht getan.
Ich kann mir vorstellen, dass es in der heutigen Zeit sehr schwierig ist, einen kleinen Buchladen am Laufen zu halten, aber das geht Schustern und Schneiderinnen nicht anders und bevor jetzt wieder der große Aufschrei kommt – Bücher sind etwas total Besonderes und nicht vergleichbar mit Schuhen und Kleidern – wende ich direkt ein, dass Schuster und Schneider das wohl anders sehen. Die haben nämlich keine Schuhpreisbindung und kein Remissionsrecht und das, obwohl wir ohne Schuhe und Klamotten nicht auf die Straße gehen können, ohne Bücher schon (obwohl ich persönlich das für einen Frevel halte). Aber es geht nicht nach mir und auch nicht nach all den anderen Buchmenschen.

Leider lesen immer weniger junge Menschen Bücher. Hhm – woran könnte das wohl liegen? An mir sicher nicht. Ich gebe mein Bestes, um Geschichten zu schreiben, die auch junge Menschen fesseln und das im Übrigen seit 2011. Zu diesem Zeitpunkt wollte kein Verlag diese Geschichten verlegen und ich bin sehr sicher, wenn ich damit an ihrer Tür geklingelt und gefragt hätte, ob sie meine Bücher verkaufen möchten, hätten Sie müde gelächelt. Infrage kam also nur Amazon, was nett war, auch wenn wir nicht über den Quatsch mit der Demokratisierung des Buchmarktes reden brauchen. Amazon ging es lediglich darum, massentauglichen Content für ihre E-Book-Reader zu produzieren, aber so funktioniert Marktwirtschaft nun mal. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst und das war nicht die deutsche Buchbranche, die das Zeug dazu gehabt hätte, weil Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt noch als eins der attraktivsten Leseländer galt. Aber man hatte es sich in seiner Kuschelecke so super bequem eingerichtet, jetzt mit 6 Millionen Lesern weniger sieht das natürlich anders aus.

Aber zurück zu mir. Eine Million verkaufte Exemplare später sah die Situation auch bei mir anders aus und ich möchte betonen, dass nicht Sie meine Leser zu Fans gemacht haben, sondern ich ganz alleine und zwar mit harter Arbeit. Und ich kann sagen, dass ich ganz, ganz tolle und treue LeserInnen habe. Aber ich habe diese zu Fans und Bücherwürmern gemacht und eben auch der Vernichter des Abendlandes namens Amazon. Ich war also womöglich gar nicht so unbekannt, auch wenn Sie, verehrte Buchhändlerin, mich offenbar nicht kannten. Meine Geschichten haben Leserherzen erobert, lange bevor Sie diese entdeckt haben, weil ein Verlagsvertreter sie Ihnen unter die Nase gehalten hat und weil Sie sich vom Verkauf meiner Bücher Umsatz versprechen. Dagegen ist nichts einzuwenden, denn es ist genau das, was ich auch tue, wie jeder Berufstätige auf dem Planeten, der seine Kinder satt kriegen und seine Miete bezahlen möchte.

Ich wünsche mir oft, Menschen würden mal einen Schritt zur Seite treten und einen neuen Standpunkt einnehmen. Nämlich den eines anderen, anstatt mit Vorwürfen um sich zu werfen. Aber Angriff ist eben immer noch die beste Verteidigung. Viel klüger wäre es, sich zu überlegen, ob man nicht viel besser mal Konfetti in sein eigenes Leben pustet, ob man nicht alte Fehler auszumerzen könnte, einen anderen Weg einschlägt, Veränderungen zulässt. Frischer Wind lässt zwar erstmal alles fliegen, aber meistens landet auch alles wieder irgendwo und längst geht nicht immer alles zu Bruch. Am Beginn steht dafür allerdings eine Bestandsaufnahme des Alten.
Ich verdeutliche mal, was ich damit meine:

Warum gibt es eigentlich immer weniger junge Leser und was hat die Buchbranche womöglich falsch gemacht, um dies passieren zu lassen. Amazon, Netflix, Facebook und Instagram die Schuld zu geben ist natürlich bequemer und weniger schmerzhaft aber nicht zielführend. Man könnte stattdessen fragen:
Liegt es daran, dass es in fast jedem Buchladen dieselben Bücher zu kaufen gibt und es kaum Alleinstellungsmerkmale der Läden gibt?
Liegt es daran, dass ständig dieselben Bücher und Autoren auf Bestsellerlisten auftauchen und sich auf den großen Tischen versammeln?
Ist das Lesen zu langweilig geworden, weil Inhalte kaum unterscheidbar sind?
Liegt es daran, dass man ständig dieselben Cover sieht und man Bücher kaum voneinander unterscheiden kann?
Haben die Verlage es versäumt deutsche AutorInnen zu fördern und Autorenmarken aufzubauen und stattdessen lieber für teures Geld englische Geschichten eingekauft?
Könnte es daran liegen, dass es Jugendlichen kaum möglich ist, sich mit AutorInnen zu identifizieren, mit jedem x-beliebigen Schauspieler/Musiker/YouTube Star schon?
Könnte es daran liegen, dass für Verlage nicht die LeserInnen der Endkunde sind, sondern die BuchhändlerInnen?
Könnte es sein, dass der Buchhändlergeschmack vom Lesergeschmack abweicht?
Könnte, könnte, könnte …. ich könnte ewig so weiter machen, möchte aber niemanden langweilen und ehrlich gesagt, muss ich auch arbeiten.

Fakt ist, Schema F hat jahrzehntelang funktioniert und damit ist jetzt Schluss und der Aufschrei ist groß. Nun die Autoren dafür in die Verantwortung zu nehmen, ist genauso peinlich wie unverschämt, da die Autoren sowieso seit jeher am Ende der Nahrungskette eines Buches stehen, was vielen Lesern nicht bewusst ist, aber das ist ein anderes Thema. Ich denke, es ist klar geworden, was ich sagen will. Jeder darf sich dazu gern auch eigene Gedanken machen.

Vielleicht noch ein Satz zum Schluss, liebe Buchhändlerin: Ich will hier keine Lanze für das Selfpublishing brechen, denn ich erwarte gar nicht, dass Sie sich die Zeit nehmen, in diesen Untiefen abzutauchen, um etwaige Perlen ans Licht zu befördern. Aber sich zu überlegen, was seinen Laden, sein Geschäft zu etwas Besonderem macht, ist täglicher Alltag aller Selbständigen, Unternehmer, Gewerbetreibenden. Im Übrigen ist es das, was ich auch für mich in Anspruch nehme und es steht Ihnen schlicht und ergreifend nicht zu, mir das zum Vorwurf zu machen. Ich entscheide selbst, wo und wann und wie ich meine Bücher veröffentliche, denn ich gehe dahin, wo die Leser sind. Ich freue mich natürlich, wenn es in dem kleinen Buchladen um die Ecke ist, aber ihn dorthin zu locken, ist ihre Aufgabe nicht meine. Ich schreibe nur die Geschichten, die dann ihr Handwerkszeug dazu sein können.

Trotz der großen Probleme des deutschen Buchmarktes wünsche ich mir für die Zukunft jedoch eine friedliche Koexistenz aller Leser, Händler, Verlage, Selfpublisher, Verlags- und Hybridautoren, denn es gibt eins, was uns verbindet – wir wollen, dass die Welt liest.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Marah Woolf

PS: Falls Sie jetzt darüber nachdenken, meine Bücher nicht mehr zu empfehlen, dann ist das zwar schade, aber ich werde es überleben. Sollte ich mich an der ein oder anderen Stelle im Ton vergriffen haben, entschuldige ich mich hiermit selbstverständlich in aller Form.

Romantic & Fantasy Author