Weinen oder Lachen?

Es gibt so Momente im Leben, in denen man nicht genau weiß, ob man weinen oder lachen soll. Vorgestern bekam ich eine Mail von einem sechzehnjährigen Mädchen, die sich ganz begeistert über mein Buch „Finian Blue Summers“ äußerte und das freute mich natürlich ganz ungemein, weil es eins meiner Herzensprojekte war und ich mich grundsätzlich sehr über Leserbriefe freue und versuche diese immer zeitnah zu beantworten. Erst beim zweiten Lesen der Mail wurde ich stutzig, aber ohne euch langweilen zu wollen, lasse ich mal den Mailverkehr sprechen und hoffe damit natürlich, auch noch den ein oder anderen zu sensibilisieren, mit der Arbeitsleistung von Künstlern etwas sensibler umzugehen.

1. Mail:

Guten Abend,

ich habe ‚Finian Blue Summers‘, soeben abgeschlossen und bin immer noch ein wenig mitgenommen.

Mitgenommen von der wunderschönen Geschichte die Sie uns beschreiben, von den Charakteren, von der Leidenschaft, den vielen leckeren Gerichten die sich köstlich anhören und natürlich von Ihrem wunderschönen Schreibstil. Schon lange habe ich nicht mehr ein Buch gelesen, welches man so leicht und locker lesen konnte.
Sie wissen genau was zu schreiben ist und treffen jedes Wort und jeden Satz perfekt.

Am Rande würde ich Ihnen gerne erzählen wie ich auf ihr Buch gestoßen bin.
Und zwar gibt es eine App für das Smartphone namens ‚Wattpad‘, vielleicht sagt diese Ihnen etwas, vielleicht auch nicht.
Um wieder zum eigentlichem zu kommen, diese App ist dafür da, dass Menschen in jedem Alter ihre selbst geschriebenen Geschichten veröffentlichen und mit anderen Menschen teilen können.
Durch eine dieser Geschichten haben sich ein paar Jugendliche im Alter von 13-20 Jahren zusammengefunden und eine WhatsApp-Gruppe gegründet.
Diese Zusammensetzung besteht nun schon seit einem ganzen Jahr und paar zerquetschte Wochen, nicht alle vom Anfang sind nicht mehr dabei, aber ein Großteil ist verblieben.
Zum 1. Advent bekamen wir alle eine E-Mail von einem Mädchen aus der Gruppe in dem vier Anhänge waren, eines für jeden Advent.
Und wie erwartet war Ihre Geschichte im ersten Türchen.

Und im Nach hinein bin ich dem Mädchen sehr dankbar, dass sie ein solch tolles Buch mit uns allen geteilt hat.
Ehrlich gesagt, wird seit Tagen nur noch über ‚Finian Blue Summers‘ diskutiert und geschrieben :).

Tut mir leid, falls ich sie mit meinen Worten gelangweilt habe, doch ich meinte Ihnen würde es interessant vorkommen, zu erfahren wie ein paar einzelne auf eines Ihrer Bücher gestoßen sind und es lieben.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal herzlichst bei Ihnen bedanken und selbstverständlich werde ich in den nächsten Tagen losziehen und mir über die Weihnachtszeit einen Vorrat an Blaubeermarmelade an kochen.

Mit voller Dankbarkeit,
………- 16 Jahre alt.

Meine 1. Antwort

Liebe …..,

ganz, ganz lieben Dank für ein Feedback, über das ich mich sehr gefreut habe. Finian ist auch für mich eine ganz besondere Geschichte und ich freue mich, dass deine Mitleserin sie euch ans Herz gelegt hat. Wie funktioniert das eigentlich? Hat sie euch das E-Book zur Verfügung gestellt?

Ich finde es toll, dass ihr euch so über Bücher austauscht. In deinem Alter lesen ja nicht so viele Mädchen, da muss man dann auf die moderne Technik zurückgreifen 😉

Ich wünsche dir eine schöne Vorweihnachtszeit.

Antwort von …..

Schönen Abend,

ganz genau das Mädchen hatte es uns als E-Book zur Verfügung gestellt.

Alle aus der Gruppe greifen auf beides zu, per Smartphone oder App lesen und auch die ganz normale Buchvariante.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben mir zu antworten.

Ich wünsche Ihnen ebenso eine schöne Vorweihnachtszeit. 🙂

Liebe Grüße

Und nun meine Antwort, in der Hoffnung, dass diese nicht auf taube Ohren stößt:

Liebe ….,

so etwas hatte ich mich schon fast gedacht. Ich freue mich natürlich, wenn euch mein Buch gefällt und ihr darüber begeistert diskutiert. Ich glaube, ich möchte auch lieber nicht wissen, wie viele Mädchen ihr seid, aber leider muss ich sagen, dass das was ihr da tut Diebstahl an meinem geistigen Eigentum ist, weil keine einzige von euch für das Buch bezahlt hat. Ich schätze mal, auch deine Eltern arbeiten nicht gern umsonst, sondern erhalten für ihre Arbeit ein Gehalt, von dem sie auch Deine Wünsche erfüllen.

Ich hätte natürlich nichts dagegen, wenn ihr ein Taschenbuch als Wanderbuch herumgehen lasst. Das Bücherverleihen hat schließlich eine lange Tradition. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, schließlich kostet ein Papierbuch bedeutend mehr und kann immer nur von einer Person gelesen werden. Aber hier hat eine Leserin für das Buch bezahlt und es dann gleichzeitig einer unbestimmten Anzahl von Leserinnen zugänglich gemacht. Ich vermute mal, dass ihr euch des Unrechts nicht bewusst seid, aber dieses wahllose Verteilen von kostenlosen E-Book-Kopien bedeutet für mich als Autorin über kurz oder lang einen entsprechenden Verdienstausfall. Es gibt nicht wenige Autoren, die dann ganz aufhören zu schreiben, weil es sich einfach nicht mehr lohnt. Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung schreiben Autoren nämlich nicht nur aus Spaß, weil sie die Leser mit ihren Geschichten beglücken möchten, sondern um davon zu leben. Es ist ein Beruf, wie der der Krankenschwester oder der Bürokauffrau. Leider ist das vielen Lesern manchmal nicht so bewusst, darum möchte ich es dir erklären und würde mich freuen, wenn du auch deine Freundinnen dafür sensibilisierst. Das Mädchen, das so nett die E-Books zur Verfügung stellt, macht sich im Übrigen strafbar. Aber das nur am Rande.

Ich hoffe, du verstehst meinen Unmut über dieses Praktiken etwas und ich wünsche Dir trotzdem ein schönes Weihnachtsfest mit Deiner Familie.

Wer es bis hierher geschafft hat, die Mails zu lesen, versteht vielleicht auch meine Ansatz – Lachen oder Weinen? Natürlich finde ich es toll, wenn meine Bücher gelesen werden, zumal von 16jährigen Mädchen, die sich darüber austauschen. Nichtsdestotrotz bleibt der Fakt bestehen, dass es keinerlei Unrechtsbewusstsein gibt, darüber, dass sich kostenlos an etwas bedient wird, wofür man normalerweise bezahlen müsste. Ich weiß, dass es ein Kampf gegen Windmühlen ist und trotzdem bitte ich wieder und wieder – werdet sensibler mit Bücher, Bildern, Musik und Filmen und all den Dingen, die euch Freude machen. Denn weder drehen Filme sich von selbst, noch wandert Musik von allein in euren Ohren und ein Buch schreibt sich nicht aus dem Nirwana. Genauso wie jeder andere Mensch von seiner Arbeit leben will, wollen das auch die Künstler, die euer Leben mit Farben füllen und euren Alltag heller machen.

Das war mein Wort zum Sonntag 😉 und ich wünsche euch allen einen tollen dritten Advent
Eure Marah

9 Gedanken zu „Weinen oder Lachen?“

  1. Ja, recht hast du. Und das hast du auf eine sehr gute Art dem Mädchen mitgeteilt. Ich hoffe, dass sie das Problem erkennt und ihren Freunden vermitteln kann.

  2. Ich verstehe das voll und ganz, man lebt schließlich davon und kann seine Werke ja nicht einfach „verschenken“. Ich hoffe die Mädchen in der Gruppe werden nun darüber nachdenken und sich in Zukunft die Bücher kaufen.

  3. Ich finde es gut, dass du uns das mitgeteilt hast. Ich selbst habe mir vor einigen Jahren schon über dieses Thema gedanken gemacht und bin der selben Meinung wie du. Es zeugt von einer gewissen Respektlosigkeit so etwas zu tun, auch wenn ich nicht glaube dass es die Absicht der Mädchen war. Ich finde es auf jeden Fall gut, dass du uns dies mitgeteilt hast. Ich hoffe deine Nachricht trifft auch hier nicht auf taube Ohren.
    Frohe Weihnachten und ganz liebe Grüße wünscht dir
    Alexandra

  4. Ich bin mir sehr sicher, dass sich die Mädchen ab jetzt zumindest das E-Book selber kaufen werden. Ich bin selber 16-Jahre alt und kaufe mir die E-Books selber, während ich ab und zu mit zwei meiner Freundinnen die Taschenbücher „wandern“ lasse. Wobei ich trotzdem meistens das Buch dann noch selber kaufe, zumindest wenn es mich gefesselt hat 😉

    Liebe Grüße Irene ❤️
    PS: Der neue der Teil FederLeichtSaga wird heute bestimmt noch ausgelesen, da ich das Buch mal wieder nicht aus den Händen legen kann

  5. Ach, das nervt mich jedes Mal!! Ich finde es toll, dass du ihr erklärt hast, dass es Diebstal ist. Vielleicht wusste sie es ja nicht.
    Ich spreche immer wieder davon und werde jedes Mal ausgelacht, wenn ich sage, dass ich alle Serien die ich schaue als DVD habe, und nicht online streame. Oder dass ich für Spotify bezahle und Musik nicht einfach gratis runterlade. Und mit Büchern ist das genau dasselbe. Ja, mein halbes (okay, mehr) Geld geht für meine Liebe für Bücher drauf, aber was solls. Immerhin muss ich nicht mit einem schlechten Gewissen leben und kann Musiker, Schauspieler und Autroren ins Gesicht sehen (wenn ich sie dann treffe 😉 )
    Ich musste übrigens in der Uni eine Argumentation schreiben und habe mich für dieses Thema entscheiden.
    Ist zwar auf Französisch, aber ich poste es trotzdem mal 🙂
    Voleur ! Qui aimerait être appelé ainsi ? Pourtant beaucoup mériteraient cette appellation sans même qu’ils ne sachent pourquoi. Oui, le téléchargement gratuit de livres est illégal et il est temps que cela soit connu et pris en compte par tout le monde.
    Trop de personnes ne sont pas conscientes qu’être auteur est un métier. Un livre ne tombe pas du ciel mais résulte d’heures de travail. Au nom de quoi serait-il permis de lire ces œuvres sans donner aux auteurs le salaire et la reconnaissance qu’ils méritent ?
    Comment ces voleurs, oui, on ne peut les appeler autrement, osent-ils télécharger des livres sans gêne ? Que penseriez-vous d’un voleur qui, tard dans la nuit, dévalise tout l’atelier d’un bijoutier et s’empare ainsi, sans payer, du fruit de plusieurs mois de travail ? Dites-vous qu’avec les livres, c’est la même chose. Ces mots écrits par les auteurs, ces pensées et ces idées sont uniques et méritent plus d’attention !
    Mais ce téléchargement illégal n’affecte pas seulement les auteurs : tout le monde littéraire en souffre. Les librairies, les bibliothèques, les maisons d’édition, et finalement même les lecteurs. C’est surtout visible avec des séries de plusieurs tomes. Un nouveau livre n’est publié que si les précédents se vendent bien. Imaginons alors un roman lu par un million de personnes. Si la moitié de ces lecteurs le téléchargent gratuitement, le second tome ne sera probablement pas publié, car les dépenses seraient trop importantes par rapport aux recettes. On jugera que cette histoire n’intéresse pas assez de personnes, car les « lecteurs illégaux » ne sont pas recensés. Ces voleurs de livres sont donc responsables du déclin de séries magnifiques. Non seulement ils se font tort à eux-mêmes car ils ne connaitront jamais la suite de l’histoire, mais aussi à tous les lecteurs honnêtes, qui malheureusement sont de moins en moins nombreux de nos jours.
    Ce phénomène est comparable aux « streaming » en ligne de films ou au téléchargement illégal de musique. Il existe tellement de possibilités de lire ou de regarder des films à moindre coût, sans que cela ne nuise à qui que ce soit ! Pourquoi alors commettre des délits ? Les « Ebooks » ou livres numériques sont souvent proposés à des prix très bas, et peuvent même être empruntés pour encore moins d’argent. Pour ceux qui favorisent les livres en papier, les bibliothèques sont toujours à notre disposition.
    On peut penser que les lecteurs qui téléchargent les livres ne les auraient jamais achetés. Mais tel n’est pas le cas. L’auteure Maggie Stiefvater a fait une expérience à ce sujet. Son éditeur avait toujours mis à disposition des exemplaires avant publication sous forme numérique à des bloggeurs. Sa série connaissait un grand succès, mais bizarrement, le troisième tome s’est très mal vendu. Maggie a donc soupçonné ses bloggeurs d’avoir posté le livre sous forme numérique sur des sites accessibles à tout le monde. Et effectivement, elle avait raison. Son nouveau livre pouvait être téléchargé gratuitement et elle n’a vendu que très peu d’exemplaires. Ainsi le quatrième tome a-t-il failli ne pas être publié. Quand finalement l’éditeur a accepté de le faire paraître malgré le risque, Maggie a insisté sur le fait qu’aucun exemplaire avant publication ne serait envoyé à qui que ce soit. Et voyez le résultat : son ouvrage s’est très bien vendu. Si bien que l’éditeur a proposé à Maggie d’écrire encore d’autres livres.
    Alors oui, ce vol a des conséquences. Et nous devons tous en être conscients pour éviter que d’autres histoires magiques ne soient perdues, pour donner de la valeur aux auteurs et à leurs livres, mais aussi pour ne pas, nous-mêmes, commettre des délits qui seraient si facilement évitables.

    So, und wenn das niemand versteht, ist auch nicht so schlimm 🙂 Ist im Grunde genau das, was du schon gechrieben hast, Marah <3

    Ganz liebe Grüsse
    Samira <3

  6. Hallo Marah,
    Ich finde es hervorragend wie du den Kindern ihr Unrecht erklärt hast. Man merkt deine pädagogische Erfahrung durch die Kindererziehung. Natürlich hast du Recht und das muss den Lesern und Konsumenten auch immer wieder mal aufrichtig gesagt werden.
    Gerade junge Menschen geben sehr oft auch grosszügiges Trinkgeld aber im Internet ist alles so anonym , da wird nicht weiter drüber nachgedacht, wenn Man sich Bücher oder Musiktitel nicht kauft.
    Eine wundervolle Weihnachtszeit und viel Kraft für den letzten Band von Federleicht.
    Viele werden wie Ich ungeduldig und gespannt auf das Ende warten.
    Liebe Grüsse Ilona

  7. Liebe Marah,
    genau diese Situation zeigt es, das es sehr viele Menschen als normal ansehen auch Ebooks zu verteilen, sie haben da keinerlei Unrechtsgedanke . Wie du es erklärt hast fand ich sehr gut. Das Problem bei einem Ebook ist, man hat nichts materielles in der Hand, es ist nichts greifbares – also etwas unreales. Die wenigsten kämen auf die Idee in eine Buchhandlung zu laufen und sich einfach ein Buch so mitzunehmen.

    Aber wo selbst ich ein Problem mit habe, wenn Ebooks hochpreisig sind. Warum? Es ist eine Datei, die beliebig oft verkauft werden kann, eine Datei, die einmal geschrieben wurde. Aus diesem Grund würde ich niemals mehr wie 3 Euro dafür ausgeben. Darüber hinaus, kaufe ich mir lieber das Tb oder verzichte.

    Deine Aktion dieses Problem so offen da zu legen, wird zwar nicht das Heilmittel für Priaterie sein, aber zu mindest ein guter Weg, dass es einigen doch bewusst wird, dass sie da auf dem Pfade des Diebstahls rum spazieren.

    Danke für dieses Schreiben.

    lg Regina

  8. Liebe Marah,
    erworbene Bücher und Filme dürfen durchaus verliehen werden, solange dies nicht gewerbsmäßig geschieht. Auch ist dies eine nicht zu unterschätzende Werbung, Diese Mädchen werden sicherlich dabei bleiben und Folgeromane kaufen. Leser und Autoren sind eine Symbiose. Ohne junge Menschen, die möglicherweise gar nicht zu Büchern greifen würden, weil sie sich nicht leisten können, sieht es als Jugendbuchautor auch schlecht aus. Ich bin absolut kein Befürworter von illegalen Downloads, aber eine Moralpredigt und Piraterieschelte als Antwort auf ein riesengroßes Lob finde ich schwierig. Im übriegen steht dort auch, dass sowohl Print- wie auch e- Medien verwandt werden. Es werden also mindestens zwei Formate verkauft worden sein. Und wenn die Bücher gut sind werden die nächsten Folgen sicher auch eigenständig gekauft.
    Auch wir hatten als ich so jung war einen Lesekreis in dem wir jeder ein Buch mitbrachten und uns entweder vorlasen oder die Bücher reihum wanderten. Bibliotheken basieren auf dem gleichem Prinzip. Sollen die Bibliothekare sich schlecht fühlen, weil der Autor nicht bei jedem Leser seine Tantieme bekommt? Und wo ist der Unterschied, wenn ein Print verliehen wird oderein Link geteilt? Auch für E-Books ist ein Teilen zB.im Rahmen einer Familienbibliothek legal.
    Den Hinweis dass wenn keiner für Bücher bezahlt, dies auch nicht geschrieben werden , stimmt natürlich. Nur die Bücher werden doch sehr gut verkauft. Und das doch auch sicher nicht zu knapp vor allem von jungen Menschen, die ja auch das Zielpublikum sind.
    Auch mir gefallen die Bücher und ich teile sie über die Familienbibliothek des Kindles.
    LG, Evalotte

    1. Liebe Evalotte,

      genau dieses Unrechtsbewusstsein ärgert mich und macht es uns Autoren sehr schwer. Es ist eben ein Unterschied, ob ein Tb von Person zu Person weitergegeben wird, oder ob ein E-Book einmal gekauft und 20 oder 100 Mal geteilt wird. Ich rede hier nicht von einer Familienbibliothek oder dem Bibliothelsmodell oder dem Weiterverkauf eines physischen Buches. Die Mädchen hätten sich ein TB kaufen können und es nacheinander lesen können, aber so war es eben nicht. Ich habe der Leserin erklärt, was sie falsch gemacht haben und sie hat es verstanden. Ich verstehe auch das Argument nicht, das meine Bücher gut verkauft werden, das rechtfertigt doch trotzdem nicht, dass sie deswegen nicht von jedem Leser bezahlt werden. Ich habe keine Ahnung, was dein Beruf ist, aber wenn ich mir vorstelle, du bist meinetwegen Rechtsanwaltsgehilfin und wirst von einem Anwalt bezahlt, deswegen arbeitest du doch nicht bei einem anderen Anwalt umsonst. Bücher schreiben, Bilder malen, Musik machen, mag ja wie ein Hobby erscheinen, aber in Wahrheit ist es harte Arbeit. Ich kennen niemanden, der für seine Arbeit nicht bezahlt werden möchte.

      Lg Marah

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