Was für ein Tag

Gestern war nun der große Tag. Meine erste Lesung. Aber nicht nur das – der mdr kam zu mir ins Haus um einen Beitrag für die Leipziger Buchmesse zu drehen. Der Beitrag soll eine Länge von 2,50 min haben und wird heute Abend um 19.00 Uhr bei mdr Sachsen-Anhalt ausgestrahlt. Ich hatte keine Vorstellung davon, was man für so einen Minibeitrag für Filmmaterial braucht. Es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht. Vorher hatte ich tagelang mein Haus geputzt (es ist also nicht immer so ordentlich, wie es dann vielleicht rüberkommt) und hatte mich in Schale geschmisse. Leider passt Blau nicht ins Filmgeschäft . Also rote Bluse bügeln und umziehen. Mitten im Bügelvorgang machte mein Bügeleisen seinen letzten Atemzug, Sicherung flog raus und es machte einmal noch kurz Puff. Die Bluse war zum Glück fast fertig und die letzten Knittelfalten sieht man hoffentlich im Film nicht so. Zweieinhalb Stunden wanderte ich vom Schreibtisch, zum Sessel, in die Küche und wieder zurück. Die drei Mitarbeiter des mdr haben das toll gemacht und waren total entspannt. Die Zeit wurde dann echt knapp, da ich ja zu meiner Lesung musste (so berühmt wie Justin Bieber bin ich schließlich nicht, dass ich meine Gäste 2 Stunden warten lassen kann).
Ein bisschen Bammel hatte ich schon. Ich stellte mir vor, dass niemand kommt, ich alle langweile oder die Hälfte vorher geht. Das ist jedenfalls nicht passiert. Am Tag vorher war ich großer Veranstaltungstipp in der Volksstimme und gestern nochmal Haupttipp im Internet. Der Raum war mit 35 Leuten auch gut gefüllt, es mussten tatsächlich noch Stühle geholt werden und das am Nachmittag 17 Uhr. Ich war happy und als es losging gar nicht mehr aufgeregt, was nicht zuletzt an dem Glässchen Sekt lag, das ich mir vorher genehmigt hatte (gute Tipp für alle, die in der nächsten Zeit eine Lesung veranstalten möchten). Ich hatte mir vorgenommen nicht länger als eine Stunde zu reden und mir die Textstellen vorher mehrfach durchgelesen, angepasst oder etwas verändert, damit für eine Lesung alles stimmt. Die Stunde war rucki zucki vorbei und ich würde so etwas jederzeit wieder machen. ich hatte ein tolles Publikum und mit der Stadtbibliothek Magdeburg einen tollen Veranstalter. Der Sekt war zum Schluss auch beinahe alle .
Ich musste dann nur noch zur Elternversammlung – auch immer wieder schön.
Lieben Dank noch mal an Euch alle, die Ihr mir vorher Eure Grüße geschickt habt und mir für die Lesung fest die Daumen gedrückt hab, vielleicht sehen wir uns ja bei einer anderen Gelegenheit einmal. Ich würde mich freuen.

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