Mystisches Schottland

Bei dem Thema Mythen und Legenden aus Schottland steigen in den Köpfen der meisten Menschen Bilder herauf, die nebelverhangene Gebirge, raue Küsten, dunkle geheimnisvolle Wälder und düstere Burgen zeigen. Vor diesem Hintergrund tummeln sich Feen und Elfen, Kobolde, Selkies, Meerjungfrauen, Hexen, Zauberer und allerlei andere Wesen.

KlippenDoch woher kommen diese Sagen und weshalb sind sie selbst uns Westeuropäern so vertraut?

Nur wenige Angehörige der unterschiedlichen Völker, die Schottland einst besiedelten konnten schreiben. Aus diesem Grund gibt es so gut wie keine schriftlichen Aufzeichnungen der vielen Legenden und Sagen. Selbst die Legende von König Artus, an der ich mich so ausschweifend bedient habe ist niemals schriftlich überliefert worden. So wissen wir bis heute nicht, ob es diesen sagenumwobenen König, sein Schwert und seine tapferen Ritter jemals gegeben hat. Erst die Generationen, die ihm folgten, haben sein Leben für uns unvergesslich gemacht. Schottlands romantische Landschaften bilden jedoch eine durchaus glaubhafte Kulisse für diese so geheimnisvolle Welt voller Wesen, die anders sind als wir, andere Fähigkeiten und andere Vorstellungen von Glück oder Liebe haben.

Die Ursprünge dieser Erzählungen liegen in einer Zeit in der die Kelten, Nordmänner und die Wikinger Schottland in Besitz nahmen. Die Legenden dieser Völker vermischten sich mit denen der einheimischen Menschen und so wurde ein Netz gewobenen, das seine Wurzeln in einer mythischen Vorzeit hat, als Feen und Kobolde noch Wirklichkeit waren.

Die bekannteste aber auch unglaubwürdigste Sage ist sicher die von Loch Ness. Ich habe diese in der MondLichtSaga etwas umgedichtet und das Monster zu einem Instrument degradiert, dass von den Shellycoats lediglich benutzt wird um ihre heilige Quelle zu schützen, aus der der Überlieferung nach die Göttin das Volk der Shellycoats schuf. Nessie ist also nur eine Täuschung hervorgerufen durch den Zauber der Shellycoats. Damit erübrigt sich auch die Frage nach der Nahrung und den Fortpflanzungsmöglichkeiten.

Eine ganz andere und ziemlich unbekannte Legende ist die der Fairy Flag. Wenn man nicht genau weiß, wonach man suchen muss würde man an dem mottenzerfressenen Stück Stoff, das im Speisezimmer von Dunvegan hängt vorbeilaufen. Trotzdem ist es der kostbarste Besitz des Clans. Die Feenflagge ist ein Seidenbanner, das aufgespannt hinter einem Glasrahmen zu bewundern ist. Solange dieses Banner im Besitz des Clans ist, solange befindet sich dieser unter dem Schutz der Feen. Angeblich besitzt die Flagge Zauberkräfte und nur dem ältesten Mann der Familie wurde erlaubt, diese zu entrollen.

Feen und Elfen bevölkern die Sagen der Schotten sowieso in besonderem Maße. Mal sind sie gut und hilfsbereit, sie können allerdings auch rachsüchtig und böse sein. Meinen Feen ist die Rückkehr in ihr Reich versperrt, aus diesem Grunde leben sie in Avallach. Und tatsächlich soll die Schwester von König Artus, auch genannt Morgan le Fay, in Avalon erzogen worden sein.  Sie soll auch den Leichnam von Artus nach Avalon gebracht haben. Im 12. Jahrhundert wird Morgana in der lateinischen Vita Merlini als die älteste von neun Schwestern genannt, die die Apfelinseln regieren.

Wie auch immer – wir wissen nicht, was Wahrheit oder Legende ist und aus diesem Grund habe ich den vielen Geschichten eine neue hinzugefügt.

Aus den unterschiedlichsten Überlieferungen habe ich eine neue gezaubert und diese in silbernes Mondlicht getaucht.

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