Mein Lesejahr 2015

Das Jahr geht in riesigen Schritten auf das Ende zu und damit ist es Zeit meine Leseerlebnisse Revue passieren zu lassen. Gestern habe ich mal durchgezählt, wie viele Bücher ich 2015 gelesen habe und es waren sage und schreibe 149 Stück. Ehrlich gesagt habe ich gedacht, es wären mehr. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich alle Bücher ausnahmslos auf meinem Kindle gelesen habe. Es kommt tatsächlich ziemlich oft vor, dass ich mir „richtige“ Bücher kaufe oder geschenkt bekomme, die ich dann noch mal auf meinen Reader lade. Einfach aus dem Grund, weil ich vorzugsweise Nachts lese und mein Mann sonst wohl schon ausgezogen wäre ;-). Eine Nacht ohne Lesen ist für mich eine verlorene Nacht. Ich wache auf, so gegen drei oder vier Uhr, schnappe meinen Kindle und bin dann mal weg. So bis sechs, dann noch mal ein halbes Stündchen schlafen, bis der Wecker klingelt.
Aber was hat mir nun eigentlich meine Nächte so versüßt? Welche Bücher haben es geschafft mich zu entführen? Ich habe mal versucht, eine Liste zu machen und möchte die gern mit Euch teilen vielleicht entdeckt ihr auch etwas für Euer Lesejahr 2016.

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Es ist einerseits ganz leicht und andererseits ziemlich schwer, seine persönlichen Highlights auszuwählen. Manche Bücher habe ich zweimal gelesen und dann sogar verschenkt. Ich schätze, dass macht diese Bücher zu meiner Nummer 1 des Jahres. Die beiden Teile von Bad Romeo & Broken Juliet haben sich diese Platzierung mehr als verdient. Die Bücher sind einfach unglaublich toll, nicht nur in ihrer Charakterzeichnung, sondern auch, wie es der Autorin gelingt, die Atmosphäre in der Schauspielschule aufzufangen und dem Leser nahe zu bringen hat mit unglaublich gut gefallen. Ich habe mich schon immer gefragt, wie es Schauspieler schaffen, so mühelos in ihre Rollen zu schlüpfen – jetzt weiß ich es ein bisschen. Die Zerrissenheit der Figuren ist einfach zu toll beschrieben.

Mein bester historischer Roman war dieses Jahr zweifellos Glencoe von Charlotte Lynn. Nicht nur, weil es in Schottland spielt, sondern weil Charlotte es geschafft hat, mich ganz weit weg zu entführen. Direkt in ein schottisches Dorf mit seinen Kämpfen um Glaube und Gerechtigkeit. Aber vor allem, weil die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz gekommen sind und nicht die Liebe und die Frage, was wir bereit sind, dafür zu opfern oder aufzugeben.

Dann gab es zwei Jugendromane, die mir die Nächte versüßt haben und das sind „Liebe ist etwas für Idioten. Wie mich“ und noch ein bisschen mehr hat mir „Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte“ gefallen. Allerdings sind die Romane so unterschiedlich, dass ich beide vorbehaltlos empfehle. Idioten greift das derzeit populäre Krankheitsthema in Jugendbüchern von einer ganz neuen Seite auf und Pappfigur ist ein einfach ein charmantes und zu Herzen gehendes Buch, in dem es sich nicht nur um ein Paar, sondern um eine ganze Familie dreht. Der Schluss ist so überraschend wie logisch. Mehr wird nicht verraten.

Eigentlich lese ich gar nicht so viel Fantasy, aber natürlich läuft es mir ab und zu über den Weg. „Angelfall“ habe ich auch schon zweimal gelesen, weil ich total in Raph verliebt bin. Leider wurde Teil 2 nie übersetzt, so dass ich mich irgendwann mal durch die englische Version kämpfen muss. Ein Must-Read war natürlich der letzte Teil „Diana & Matthew-Trilogie“. Matthew ist einfach der einzige Vampir, der Edward Konkurrenz machen kann und hatte ich schon erwähnt, dass ich auch gern eine Hexe wäre ;-)?

Dann vielleicht noch direkt für das nächste Weihnachten eine Weihnachtsbuchempfehlung „Winterzauber wider Willen“ ist der Auftakt einer dreibändigen Serie um drei Brüder und deren Versuch ein Skiresort in den Bergen Vermonts zu retten. Wenn ich es nicht schaffe, mein nächstes Weihnachten in einer dieser Holzhütten mitten im Wald und Whirlpool auf der Terrasse zu verbringen, dann weiß ich auch nicht. Natürlich sind alle drei Brüder wunderschön ;-), sportlich und einfühlsam – so das die Liebe zum Schluss immer siegt. Aber der Weg dahin ist steinig. Genau die richtige Lektüre für drei Weihnachtstage :-).

Da ich euch nicht unendlich zutexten möchte, zum Schluss noch eine Kinderbuchempfehlung „Daisy Star und die rosa Gitarre“ hat mich und meine Tochter köstlich amüsiert. Und natürlich kaufe ich fürs Kind nur echte Bücher. Daisy will nicht, dass ihr Vater als Entwicklungshelfer nach Afrika auswandert und die ganze Familie mitnimmt. Kurzentschlossen gründet sie ein Trashmetalpunkband um bei einem Wettbewerb 500 Pfund zu gewinnen und davon eine Ziegenherde für Malawi zu kaufen. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass Daisy total unmusikalisch ist. Ein wunderbar komisches Buch zum Nachdenken über den Sinn des Lebens.

Auf meinem Bildchen seht ihr noch andere Lesehighlights, in die ihr unbedingt mal reinschnuppern müsst, aber ich muss jetzt an FederLeicht. Wie der Klang der Stille weiterschreiben, schließlich soll das Buch Anfang Mai erscheinen und da habe ich noch ordentlich etwas vor mir.

So das war mein Lesejahr, das ja eigentlich noch nicht zu Ende ist. Gerade lese ich Stephen Kings „Über das Leben und das Schreiben“ und bin froh, mal ein Buch gefunden zu haben, das mir auf eine leichte und lockere Art sagt, dass ich schon ganz viel richtig mache. Vielleicht berichte ich Euch in meinem nächsten Blogartikel darüber.

Jetzt wünsche ich Euch allerdings erst einmal einen guten Rutsch ins Neue Jahr mit vielen guten Vorsätzen, die wir meist doch nicht einhalten. Aber ich finde, dass gehört irgendwie dazu. Ohne wäre es ja langweilig …

5 Gedanken zu „Mein Lesejahr 2015“

  1. Liebe Marah,
    das Buch Winterzauber wider Willen hab ich auch gelesen, genau wie die anderen beiden. Es ist einfach schön zu erleben wie die drei Brüder ihre große Liebe finden. Und die Landschaft ist einfach zauberhaft. Also hol dir die anderen beide auch noch und verliebe dich in die Berge.

    Glg
    Antje

  2. Hach,
    Im freiem Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte, ist auch eins meine absoluten Lieblinge. Freut mich so sehr, dass du es auch gelesen hast! Schade, daß die Autorin nicht mehr Bücher geschrieben hat!!
    Ein totaler Must-read!
    GLG

  3. Puh, wie beruhigend zu erfahren, dass ich nicht die einzige bin, die nachts schlaflos durch die Gegend geistert. Allerdings vertreibe ich mir meine Zeit hauptsächlich selbst mit Schreiben, meine besten Ideen flattern mir um diese Zeit zu 😉
    Lesen kann ich am besten in der Berliner S-Bahn, da verbringt man sonst zu viel Zeit mit erzwungenem Nichtstun.
    Mein Favorit in diesem Jahr war „Das Mädchen in Zimmer Vierzehn“. Kann natürlich sein, dass es das schon länger gibt, aber das wäre nicht neu für mich, dass ich hinterherhänge.
    Ebenfalls einen guten Rutsch!

  4. Hallo Marah,

    du hast ja auch „Wenn ich bleibe“ gelesen. Hatte zuerst den Film gesehen und war so verzaubert, dass ich beide Bücher verschlungen hab. Ich kann dir somit den zweiten Teil dazu auch nur wärmstens empfehlen, falls du ihn nicht bereits selbst gelesen hast und danke für paar Empfehlungen 🙂

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