Ein Buch schreibt sich nicht von selbst, oder doch?

Ich habe es ja immer gewusst, obwohl ich es lange nicht glauben wollte. Nicht ich schreibe ein Buch, sondern das Buch schreibt sich irgendwie von selbst. Besser gesagt, es flüstert mir seine Geschichte ins Ohr und ich bin sein Handlanger. Nun haben wir zwei es endlich geschafft und der 2. Teil von BookLess ist fertig. Bookless_2_3 (1)Es war ein harter Kampf, der aber in immerhin nur 4 Monaten gekämpft wurde. So schnell war noch keins meiner Bücher druckreif. Ich frage mich, wie ich das geschafft habe. Sollte ich in der Zwischenzeit irgendwen von euch vergessen haben, ein Post oder Kommentar nicht beantwortet haben, dann tut es mir nachträglich wirklich leid und ich hoffe, ihr nehmt es nicht persönlich. So ein Buch kann einen ganz schön in Beschlag nehmen. Da bleibt nicht nur ihr liegen, sondern auch mal die Bügelwäsche oder sonstige profane Dinge.

 

Aber nun ist es ja geschafft. Gestern Abend sind die letzten Überarbeitungen über die Bühne gegangen und ich habe festgestellt, dass ich eine Vorliebe für die Wörter Männer, Körper, Kopf und Achseln habe :-). Keine Ahnung, was das über mich aussagt. Meine obwohl/trotzdem-Schwäche scheine ich überwunden zu haben (meine Stammleser wissen bestimmt, was ich damit meine). Hat mal jemand versucht mit den Achseln zu zucken? Ich finde ja, man zuckt die Schultern und wie oft man so den Kopf schüttelt, ist auch unglaublich. Außerdem weiß ich genau seid gestern, dass der Infintiv mit zu nicht mehr zwangsläufig ein Komma verlangt? In meiner Schulzeit war das noch so, naja – da war Pluto auch noch ein Planet. Ich frage mich, warum sich immer so viel verändern muss. Kann nicht mal einfach etwas bleiben wie es ist? (Oh Gott ich werde philosophisch – schreibt man dass noch mit ph? Fantasie sah als Phantasie doch viel schöner aus, oder). Soweit so gut – aus Männern wurde dank Suchfunktion Typ, Monster, Herren usw., mit dem Kopf wird jetzt nicht mehr ganz so oft geschüttelt und sogar die Anführungszeichen sind jetzt nicht mehr gerade, sondern hübsch französisch. Alles Kleinigkeiten, die euch wahrscheinlich gar nicht auffallen, BookLess insgesamt aber zu einem „richtigen“ Buch machen. Ich hoffe, dass diesmal wirklich  jedes Buchstäbelchen am richtigen Fleck sitzt und kein Komma aus der Reihe tanzt. Wenn nicht, dann seht es mir nach. Ich gebe alles 😉

Und was kommt jetzt? Eigentlich ein Pause, dachte ich. Der dritte Teil soll schließlich erst im Juni 2014 erscheinen. So ein letzter Teil muss ja richtig rund sein. Aber heute früh unter der Dusche sprangen mich plötzlich die letzten Sätze des dritten Teils an, die jetzt unbedingt zu Papier gebracht werden müssen. So ist das immer – nicht ich schreibe das Buch, sondern es kommt und geht, wie es will – dann muss ich wohl …

Und wir sehen uns spätestens Sonntag bei amazon 🙂

 

10 Gedanken zu „Ein Buch schreibt sich nicht von selbst, oder doch?“

  1. Dass sich eigentlich die Bücher selbst schreiben erinnert mich gerade an die Thursday Next-Reihe… Bücher haben schon ein Eigenleben. 🙂
    Bin gespannt auf Bookless 2!!

  2. Ich habe gerade erst den ersten Teil gelesen und fiebere nun auf Sonntag, damit ich endlich weiterlesen kann. Die Mondlichtsaga habe ich schon verschlungen und war begeistert. Wie gesagt jetzt werden die Stunden bis Sonntag gezählt *lach*….Auch hoffe ich, dass der dritte Band viel eher erscheint :-).

      1. Auf meinem Wunschzettel stand das Buch schon länger ;-)…Die Mondlichtsaga habe ich ja schon Anfang des Jahres verschlungen. Also ich bin am Sonntag auf jeden Fall bei amazon dabei *freu*.

  3. Das hört sich doch super an! Glückwunsch!

    Und jeder, der selbst schreibt, kennt es: man hat irgendwie immer Lieblingswörter oder Gesten. Ich bin jedes Mal verblüfft, wie oft die Charaktere ihre Augenbrauen hochziehen oder anwinkeln. (Ich find es einfach cool, wenn man das kann. Leider passiert das im wahren Leben aber nie in einem solchen Übermaß!:))

    Und gerade, wenn man denkt, eine Pause zu haben, schleichen sich die nächsten Sätze und Szenen ein – ich stimme da zu hundert Prozent zu, Bücher schreiben sich oft selbst.
    Aber für uns Leser ist es eigentlich ganz angenehm, da wir so ohne Verzögerung in den Genuss des nächsten Buches kommen.:)

    1. Ja komisch oder. Ich arbeite dran, dass meine Protas nicht so oft zucken. Die Kommentare der Korrektorin sind dann immer echt witzig 🙂

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